Monats Archive: November 2015

Kalorienberechnung – so geht’s

Von   30. November 2015

Kalorienberechnung

Was sind eigentlich Kalorien?

Kalorien ist ein umgangssprachlicher Begriff und bezeichnet die Maßeinheit für die verwertbare Energie von Lebensmitteln. Wenn man von „Kalorien“ spricht, sind häufig eigentlich die Kilokalorien gemeint (Abkürzung Kcal). Eine andere Maßeinheit sind Kilojoule (KJ).

Der Umrechnungsfaktor von Kilokalorien (kcal) in Kilojoule (KJ) beträgt 4,187 (1 kcal = 4,187 KJ).

Fast alle Lebensmittel, die wir täglich zu uns nehmen, liefern Kalorien, also Energie. Unterschiedliche Nährstoffe liefern dabei allerdings unterschiedlich viel Kalorien. Das folgende Bild erläutert, welche Nährstoffe wie viel Kalorien liefern und aus welchen Nährstoffen bestimmte Lebensmittel Kategorien hauptsächlich bestehen:

Welche lebensmittel enthalten welche nährstoffe

Kalorien Lebensmittel nach Nährstoffen

Kennt man die Nährstoffzusammensetzung der Lebensmittel (also wenn man weiß, aus wie viel Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett ein Lebensmittel besteht, kann man ohne Probleme auch den Kaloriengehalt dieser Lebensmittel bestimmen.

Kalorien von Lebensmitteln berechnen

Die Kalorienberechnung ist insbesondere für das Verständnis der täglichen Energieaufnahme sowie des täglichen Energieverbrauchs wichtig. Nur durch Kenntnis beider Werte kann letztlich die Energiebilanz berechnet werden.

Kalorienaufnahme berechnen

Du nimmst täglich Energie in Form von Lebensmitteln zu dir. Diese Energie kann man berechnen. Die Energie aus den Lebensmitteln wird beim Verdauen der 3 Makronährstoffe Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett gewonnen. Die Makronährstoffe liefern dabei unterschiedlich viel Energie bei gleicher Menge – das hat bereits das Bild oben gezeigt:

kalorien kohlenhydrate eiweiß fett

kcal je nährstoff

Da die wenigstens Lebensmittel aus nur einem der drei Nährstoffe bestehen, musst du die Zusammensetzung der Lebensmittel berechnen. Hierbei helfen dir Kalorientabellen. Kalorientabellen geben an, aus wie vielen Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett ein Lebensmittel je 100g besteht. Die Angabe ist in der Regel immer in 100g um die Angaben verschiedener Lebensmittel auch vergleichbar zu machen.

naehrwerte-lebensmittel-milch

Mit Hilfe der Kalorientabellen weiß man also, wie viel Gramm Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett ein Lebensmittel je 100g besitzt. Oben hast du bereits gelernt, wie viel Kalorien ein Gramm Kohlenhydrate oder Eiweiß oder Fett liefert. Mit Hilfe dieser beiden Angaben kannst du letztlich also deinen Energiehalt eines Lebensmittels berechnen:

kalorienberechnung-lebensmittel
Der Energiegehalt für Kohlenhydrate (KH), Eiweiß (EW) und Fett ist für alle Lebensmittel gleich. Einzig die Zusammensetzung der drei Nährstoffe je 100g ist bei jedem Lebensmittel unterschiedlich.

Um die Berechnung nicht jedes mal umständlich selbst durchführen zu müssen, haben wir den Rezeptrechner entwickelt. Mit Hilfe des Rezeptrechners kannst du die individuellen Nährwerte und Kalorien einzelner Lebensmittel und auch von ganzen Rezepten schnell und einfach selbst ermitteln. Den Rezeptrechner findest du auf unserer Hauptseite: www.rezeptrechner.de

Damit berechnest du letztlich also deine Energieaufnahme. Mit Hilfe des Rezeptrechners lernst du, wie viele Kalorien du täglich zu dir nimmst.

Neben der Energieaufnahme spielt die Kalorienberechnung beim Energieverbrauch eine wichtige Rolle:

Kalorienverbrauch berechnen

Der Energieverbrauch definiert die notwendige Menge an Energie (Kilokalorien bzw Kilojoule), die der Körper täglich zur Aufrechterhaltung aller Körperfunktionen benötigt.

Folgende Tabelle zeigt den Energieverbrauch einer 25-jährigen Frau, die 1,60 m groß ist und sich nur mäßig viel bewegt:

Kalorienverbrauch Frau in Abhängigkeit von Größe und Gewicht:

kalorienverbrauch-berechnen-frau

Neben Größe und Gewicht ist der Kalorienverbrauch auch von Alter, Geschlecht und dem Aktivitätsgrad abhängig. Der Aktivitätsgrad ist dabei ein Faktor zwischen 1,2 und 1,9, den man mit dem Grundumsatz multipliziert:

Aktivitätsgrad

kalorienverbrauch-berechnen-aktivitaetsfaktor

Hilfreiche Rechner zur Kalorienberechnung

Berechne hier deinen individuellen Kalorienverbrauch: Energieverbrauch berechnen

 

Lerne hier die Basics des Abnehmens: Abnehmrechner – in 4 Lektionen zum Erfolg

Rezeptrechner – Nährwerte berechnen

Von   23. November 2015

Nährwerte Berechnen – die 4 Makronährstoffe

Als Nährwert bezeichnet man die 4 Makronährstoffe von Lebensmitteln: Kohlenhydrate, Fette, Proteine (Eiweiß) sowie die bei der Verdauung dieser Nährstoffe verwertbare Energie (umgangssprachlich Kalorien).

Die Energie wird gemessen in Kilokalorien (kcal) oder Kilojoule (KJ). Der Umrechnungsfaktor von kcal zu KJ beträgt ungefähr 4,187 (1 kcal = 4,187 KJ).

Die verwertbare Energie der Lebensmittel wird hauptsächlich bestimmt durch ihre Zusammensetzung (dem Anteil an Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen).

1g Kohlenhydrat und 1g Eiweiß liefern ca. 4,1 kcal, 1g Fett liefert mit 9,3 kcal mehr als die doppelte Energiemenge.

Nährwertangaben auf Lebensmitteln

Verpackte Lebensmittel müssen laut der Lebensmittel-Informations-Verordnung (LMIV) spätestens ab 13.12.2016 eine Nährwertdeklaration aufweisen. Dies bedeutet, dass auf verpackten Lebensmitteln dann folgende Angaben gemacht werden müssen:

– Brennwert in Kilojoule und Kilokalorien
– Menge an Fett, gesättigten Fettsäuren, Kohlenhydraten, Zucker, Eiweiß und Salz

Weitere Informationen zum LMIV findet ihr hier.

Das Gesetz hilft dem Verbraucher in Zukunft besser nachvollziehen zu können, wie Lebensmittel zusammengesetzt sind. Zudem gibt es nach wie vor Kalorientabellen, in denen man die Nährwertangaben viele Lebensmittel nachlesen kann. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um Durchschnittsangaben, da die Produkte unterschiedlicher Hersteller meist in ihren Nährwertangaben doch ein wenig variieren.

Nährwerte von Rezepten berechnen

Lästig wird es allerdings, wenn man die Nährwertangaben für eigene Rezepte berechnen möchte. Zutaten einzeln aus Tabellen zusammensuchen und die Angaben auf die entsprechende Menge umrechnen ist häufig zeitaufwendig.

Hier kann euch der folgende Rechner helfen: Rezeptrechner

rezeptrechner-naehrwerte-berechnen
Folgende Vorteile bietet der Rezeptrechner:

– kein lästiges Suchen in Kalorientabellen
– Zeitersparnis –> Der Rechner rechnet die Nährwertangaben auf die entsprechende Zutatenmenge um
– dynamische, schnelle Berechnungen ohne ständiges Aktualisieren der Seite
– eigene Lebensmittel mit spezifischen Nährwertangaben eingeben
– Datenbank/ eigener Account zur Speicherung eigener Rezepte

–> Hier geht’s zum Rezeptrechner um die Nährwerte von Rezepten zu berechnen.

10 Gründe – Warum du mehr Nüsse essen solltest

Von   23. November 2015

10 Gründe für mehr Nüsse

Nüsse stellen häufig ein sehr beliebtes Streitthema dar. Da Nüsse einen relativ hohen Fettgehalt haben, schrecken viele Menschen davor zurück, viel davon zu essen.

Dabei sind Nüsse eine absolut empfehlenswert:

  1. Nüsse senken den Cholesterinspiegel
  2. Nüsse schützen vor Herzinfarkt
  3. Nüsse haben eine entzündungshemmende Wirkung
  4. Nüsse können das Risiko für Diabetes für Diabetes reduzieren
  5. Nüsse enthalten viele wertvolle Vitamine (Vitamin B und E) und Mineralstoffe (Magnesium, Kalium, Phosphor)
  6. all diese Bestandteile wirken zudem auch gegen Stress
  7. Nüsse enthalten viele Balaststoffe und machen lange satt
  8. Nüsse haben in den meisten Fällen einen sehr geringen Kohlenhydrat-Anteil und sorgen damit für einen stabilen Insulinspiegel  –  Die Folge? Man kann sich zügeln und hört auf zu essen, wenn man satt ist.
  9. hoher Gehalt an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren –> diese Fettsäuren haben vielerlei positive Eigenschaften wie z.B.: entzündungshemmend, blutverdünnend, stimmungsaufhellend
  10. praktische Zwischenmahlzeit –> lange haltbar, kleckern nicht, krümeln kaum

Aber Vorsicht! – Folgendes solltest du beachten:

Beachte bei Nüssen

  • Nüsse sind aufgrund ihres hohen Fettgehalts sehr kalorienreich. Aus diesem Grund hilft es gar nicht, zusätzlich eine handvoll Nüsse pro Tag zu futtern. Das führt auf Dauer zur Gewichtszunahme, was wiederum mit anderen Problemen einhergeht. Stattdessen sollte man lieber andere Zwischenmahlzeiten am Tag durch Nüsse ersetzen. Alternativ können Nüsse auch ins Frühstück integriert werden. Naturjoghurt mit 2 handvoll Nüssen und Obst ist super gesund und sehr lecker (wers etwas sßer mag, kann noch einen EL Honig hinzufügen)
  • Die Nüsse sollten in ihrer Rohform verzehrt werden. Gesalzene oder geröstete Nüsse sind weniger gesund. Gesalzene Nüsse haben einen großen Anteil an Kochsalz, das wiederum zu hohem Blutdruck führen kann. Die gerösteten Nüsse hingegen werden sehr stark erhitzt, wodurch viele Vitamine und Mineralstoffe verloren gehen und letztlich nur noch kleine Kalorienbomben ohne gesundheitliche Vorteile über bleiben.
  • Nuss ist nicht gleich Nuss. Nüsse unterscheiden sich sehr stark im Kalorien-, Fettgehalt. Zudem gibt es auch große Preisunterschiede.

Schau dir hier den Nährstoff- und Preisvergleich an.

Berechne hier, wieviel du bei Online-Bestellungen von Nüsse sparen kannst

Abnehmrechner: Das Grundprinzip

Von   22. November 2015

Das Grundprinzip des Abnehmens

Immer wieder lese ich die Frage, ob es realistisch wäre in 2 Wochen 5 Kilo Gewicht zu verlieren oder in 10 Tagen 3 Kilo abzunehmen oder in 1 Woche 1 Kilo oder jegliche andere Kombination von überschaubaren 1-4 Wochen und ambitionierten 1-8 Kilogramm.

Doch was ist denn nun wirklich realistisch und wo stößt der Körper an physikalische Grenzen?

Es gibt eine Faustformel, die im Grunde genommen all das ziemlich simpel überblicken lässt:

Um 1 kg Körperfett zu verlieren, muss man über einen bestimmten Zeitraum 7000kcal weniger zu sich nehmen als man verbraucht.

Dabei gibt es 3 unterschiedliche Herangehensweisen:

– weniger Kalorien essen – wir essen täglich ein klein wenig weniger als wir verbrauchen
– mehr Kalorien verbrennen – wir treiben strukturell mehr Sport
– eine Kombination aus beidem

Wichtig ist dabei, die kumulierte Energiebilanz zählt!

Abnehmen: Kenne deine Energiebilanz

Essen wir an einem Tag 500 kcal weniger, dafür am nächsten Tag jedoch 500kcal mehr, ist und bleibt die Energiebilanz Null, d.h. es wird sich gar nix ändern, wir nehmen weder zu noch ab.

Je mehr wir täglich einsparen, desto schneller nehmen wir ab. Doch dem Ganzen sind natürliche Grenzen gesetzt:

Eine junge Frau hat einen täglichen Energieverbrauch von 1500 kcal –> Berechne deinen täglichen Energieverbrauch hier:

Wenn diese Frau täglich 500 kcal (also 33% ihres täglichen Verbrauchs) weniger isst oder mehr verbraucht (z.B durch Sport), benötigt sie knapp 14 Tage um 1 kg Körperfett zu verlieren, wie du auch auf folgender Grafik erkennen kannst.

Abnehmrechner: Berechne, wie lange es dauert, bis du abnimmst

Die Grafik zeigt einen potentiellen täglichen Gewichtsverlust bei 500 Kcal-Einsparung pro Tag

abnehmrechner

Du bist der Meinung, dass du täglich noch mehr kcal sparen kannst?

Du willst es lieber etwas langsamer angehen lassen?

Nutze den Abnehmrechner und schau dir deine individuelle Grafik an.

Dir ist noch nicht ganz klar, wie dir der Rechner beim Abnehmen helfen soll?

Dann schau dir die detailierte Erklärung in 4 Lektionen hier an:

–> Abnehmrechner

Lerne mit Hilfe des Abnehmrechners in 4 Lektionen deinen Kalorienverbrauch sowie deine tägliche Kalorienaufnahme zu berechnen.

Schnell Gewicht verlieren: Das 2 Wochen Abnehmprogramm

Von   20. November 2015

Du versuchst schon seit längerem abzunehmen, aber leider bisher ohne Erfolg?
Du hast das Gefühl, dass du alles erdenklich Mögliche versucht hast, aber nix schlägt an?
Du hast das Gefühl, dass dein Stoffwechsel völlig lahm gelegt ist?
Selbst extreme Diäten bringen nicht den gewünschten Erfolg?
Du bist völlig unzufrieden mit dir selbst?

Das lässt sich ändern!

Das 2 Wochen Abnehmprogramm

Folgende Vorteile verspricht mein 2 Wochen Programm:

  • gesundes Abnehmen ohne Hungern
  • ihr seht schnell erste Erfolge
  • euer Körper sendet euch Signale, die euch zeigen, ob ihr auf dem richtigen Weg seid (und damit meine ich nicht nur die Anzeige auf der Waage
  • ihr entgiftet
  • ein natürliches Hungergefühl (ihr esst nur noch dann, wenn ihr wirklich Hunger habt)
  • ein völlig neues Köpergefühl
  • eine deutlich gesündere Gesichtsfarbe
  • neu gewonnene Kontrolle über eurer Gewicht (ihr wisst, was ihr tun müsst, um weiter abzunehmen und wisst auch, wie ihr kleine Sünden ohne große Probleme ausgleichen könnt, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen)

Die 2 Wochen sind hart, danach wird es aber umso einfacher und die Rückfallquote geht gegen Null, da ihr (bei richtiger Durchführung) innerhalb der 2 Wochen ein völlig neues Körpergefühl bekommt (ohne zu Hungern und ohne ständig ans Essen denken zu müssen). Dies wird euch ganz natürlich davon abhalten in alte Muster zurück zu verfallen.

Alles, was ihr tun müsst, findet ihr in folgender Anleitung.

So geht’s:

Versuche mal 2 Wochen maximal 50-100g Kohlenhydrate am Tag zu dir zu nehmen. Gib die ersten Tage am besten strikt ein, was du isst, das geht z.B. über meinen Rezeptrechner (www.rezeptrechner-online.de).
Du wirst erschrocken sein, wie wenig 50-100g KH pro Tag sind! Ich hab mal 2 Wochen mit 70g pro Tag gemacht – das geht! Darunter zu bleiben ist wirklich nicht einfach.
Generell musst du nicht viel weniger essen als sonst. Wichtig ist nur, dass du so wenig KH wie möglich isst. Das Gute ist, dass du durch die wenigen KH auch keinen Appetit haben wirst, da dein Insulinspiegel nicht ansteigt. Ziel des Ganzen ist es deinen Körper zu zwingen, Fett zu verbrennen (und das ununterbrochen).
Die Logik ist folgende: Der Körper greift zunächst immer auf die Energiereserve zurück, die er am einfachsten und ohne großem Aufwand verarbeiten kann: Zucker in Form von Kohlenhydraten (KH). Hat der Körper keinen Zucker zur Verfügung, signalisiert er das (durch Hunger/ Appetit). Wenn du ihm aber ein paar Tage keinen Zucker gibst, ist er gezwungen auf andere Energiespeicher zurückzugreifen (Fett). Der Körper braucht jedoch 5-7 Tage um erst einmal richtig Fett zu verbrennen (dazu muss er erst einmal Ketonkörper aufbauen – das dauert ungefähr eine Woche).
In der ersten Woche wirst du vermutlich viele der folgenden Signale vom Körper bekommen: Die ersten Tage ohne KH wirst du dich unter Umständen auch sehr schwach fühlen, (setzt meist so am 2.-3. Tag ein). Du fühlst dich, als ob du 20km gelaufen bist, die Muskeln sind schwer und leicht säuerlich, ist aber normal und kein Grund zur Sorge. Nach 3-4 Tagen hast du u.U. auch häufig einen säuerlichen Geschmack im Mund (das ist ein Anzeichen, dass du dich in Ketose befindest, sprich der Körper genug Ketonkörper gebildet hat) – gutes Zeichen! Gleichzeitig kann es sein, dass du nach 2-3 Tagen leichte Kopfschmerzen bekommst. Das ist alles kein Grund zur Sorge, ganz im Gegenteil, der Körper entgiftet und Entgiftung geht am Anfang manchmal mit solchen Symptomen einher. Nach ca. 5 Tagen sollten all diese Symptome aber auch wieder weg sein (vorausgesetzt, du bleibst bei den wenigen KH, sobald du mehr KH isst, hört der Körper auf und du musst wieder von vorne anfangen, mit den gleichen Nebenwirkungen). Deshalb ist es gerade in der ersten Woche sehr wichtig, dass du da konsequent bist.
In der zweiten Woche solltest du dich schon deutlich besser fühlen. Der Körper fängt nun nämlich auch an, die ganzen Giftstoffe und überschüssige abgestorbene Zellen im Körper zu vernichten und abzubauen (er hat ja sonst nix zu tun – Zucker bekommt er ja nicht). Es gibt übrigens sogar Studien, dass diese Art der Ernährung deshalb auch für krebskranke Menschen gut ist, da der Körper anfängt kaputte Zellen abzubauen und sich so selbst reinigt. Leider fehlen jedoch die Langzeitstudien/ Ergebnisse bisher. Man trainiert den Körper mit dieser Ernährungsform eben sich selbst ins Gleichgewicht zu bringen. Zudem fängt der Körper an, wieder viel effizienter Fett zu verbrennen. Viele Leistungssportler nutzen diese Art der Ernährung auch, um den Körper zu trainieren.
Das Ganze kann man mit Sport noch unterstützen. Ich bin in der ersten Woche noch zusätzlich jeden Tag 8km gelaufen und hab vorm Laufen ein paar Kraftübungen gemacht. Ist aber in der Tat ohne KH die ersten Tage sehr schwierig – da muss man sich überwinden – hilft aber und du kommst umso schneller in die Ketose (müssen ja auch nicht gleich 8km sein).Nach 2 Wochen hast du meistens ein ganz neues Körpergefühl (vorausgesetzt du ziehst es durch). Danach kann man seinen KH Anteil wieder langsam steigern, je nachdem ob du noch weiter abnehmen möchtest oder nicht. Es bietet sich aber auch an, zwischendurch immer mal wieder (1-2 mal pro Woche) einen low carb Tag einzulegen, um für das Gleichgewicht zu sorgen.

 

Folgendes kannst du in den ersten beiden Wochen (und danach an den low carb Tagen) essen:

Frühstück:

  • 4-5 gr. EL Naturjoghurt, 1-2 EL Mandeln, 1-2 EL Leinsamen, 1-2 EL Kürbiskerne, + Früchte (achte vor allem bei den Früchten auf den Kohlenhydratgehalt, gut sind Erdbeeren, Blaubeeren, Himbeeren, Heidelbeeren (frisch oder tiefgefroren, keine aus der Dose, die sind viel zu überzuckert!), kannst aber auch frische Ananas oder Äpfel nehmen (musst halt nur drauf achten, wieviel KH) – keine Bananen, die haben viel zu viel KH!
  • Alternativ geht z.B auch Rührei, Omelett (mit Lachs, Tomaten, Feta, Pilzen) oder gekochte Eier….

Zwischenmahlzeit:

  • Nüsse, ungesalzen, ungeröstet (Macadamianüsse, Haselnüsse, Erdnüsse, Cashewkerne, achte auch hier auf den KH Anteil, Cashewkerne haben z.B. relativ viele KH….)
  • es geht auch mal ein Stück Schokolade mit 80-90% Kakaogehalt (hat dann aber schon so 10g KH)
  • Achtung: 1 Cappuchino hat auch schon so 10g KH (Milchzucker)

Mittag/ Abendessen:

  • Gemüse + Fleisch/ Fisch/ Eier
  • Salat aus: Salat, Tomaten, Paprika, grüne Gurke, Avocado, Ei, Hühnchen, Pute, Thunfisch, Feta, Räucherlachs
  • Rucola + getr. Tomaten + Parmesan + Schinken + Pinienkerne
  • Huhn + Brokkoli + Hüttenkäse (körnigen Frischkäse)
  • Zucchini, Tomaten, Paprika, Champignons, Feta, getr. Tomaten klein schneiden und zusammen in der Pfanne anbraten, dazu Magerquark natur; man kann auch noch Hackfleisch dazu machen

Dressing für den Salat: kannst du selbst herstellen aus 0,5EL Honig, 1EL Olivenöl, 2EL Balsamico Essig, Salz und Pfeffer zum abschmecken. 

Generell gilt: keine Kartoffeln, kein Brot, keine Nudeln, kein Reis; keine industriell verarbeiteten Lebensmittel (man weiß nie, was in den Soßen drin steckt), gewürzt wird nur mit Salz, Pfeffer, Kräutern, keine Fertigmischungen, kein Ketchup; Versuche nur natürliche Lebensmittel zu kaufen (Gemüse natur, tiefgefroren geht auch). Und auch kein Wein, nur Wasser oder Tee

Nach dem 2-Wochen-Programm kannst du nun für dich selbst entscheiden, wie du weitermachst. Vermutlich fühlst du dich so gut, dass du gar nicht auf die Idee kommst, all diese industriell verarbeiteten, völlig überzuckerten Lebensmittel wieder in dich reinzustopfen. Vllt hast du Lust mehr Obst oder auch mal wieder Reis zu essen, dann tu das! Du wirst aber schnell merken, wenn es zu viel wird. Vllt willst du auch noch weiter abnehmen? Dann bleibe konsequent bei den oben beschriebenen Vorgaben und beobachte dein Gewicht weiter. Sobald du dein Wunschgewicht erreicht hast, kannst du deinen KH-Anteil wieder etwas steigern, aber dazu im nächsten Artikel mehr…

 

Das hier beschriebene Programm ist eigentlich kein wirkliches Programm. Vielmehr handelt es sich dabei um eine konsequente Herangehensweise um endlich mal den Stein fürs Abnehmen ins Rollen zu bringen. Viel zu oft lese ich von Leuten, die gern abnehmen wollen, aber nicht können bzw nicht schnell genug Erfolge sehen. Die erste Motivation abzunehmen wird relativ fix wieder ausgebremst, wenn sich mehrere Tage nix tut. Das ist demotivierend und kann schnell zu Frust-Fress-Attacken führen. Mit diesem Programm bringt ihr euren Körper zunächst mal wieder ins Gleichgewicht und stellt somit die Weichen für eine Ernährungsumstellung ohne Enttäuschungen.

Willst du mehr erfahren?

Dann schau doch mal hier vorbei: 2 Wochen Abnehmprogramm

Lies hier weiter um dir einen Ernährungsplan für die 2 Wochen zusammenzustellen.

Nüsse: Nährwerte- und Preisvergleich

Von   16. November 2015

Nüsse – der ultimative Nährwerte und Preisvergleich

Nüsse sind bekanntlich sehr gesund:

Sie enthalten neben Vitamin B6 und Vitamin E auch jede Menge Mineralstoffe (Kalium, Magnesium, Eisen, Phosphor und Natrium) sowie Phytosterole. Über Phytosterole gibt es mittlerweile einige Studien, da sie möglicherweise eine cholesterinsenkende Wirkung haben. Der regelmäßige Verzehr von Nüssen kann somit sogar Schutz vor Herzinfarkt und Schlaganfall bieten (oder zumindest das Risiko reduzieren).

Nüsse sind zudem entzündungshemmend und können Stress entgegenwirken da ihnen ebenfalls eine blutdrucksenkende Eigenschaft nachgesagt wird.

Aufgrund ihrer Bal lastststoffe machen sie lange satt und eignen sich deshalb hervorragend als Zwischenmahlzeit. Da sie aufgrund des hohen Fettgehalts jedoch auch sehr kalorienreich sind, ist das Maß nicht ganz unwichtig.

Nuss ist nicht gleich Nuss. Unter den vielen verschiedenen Arten von Nüssen gibt es relativ große Unterschiede, sowohl in der Nährwertzusammensetzung, aber vor allem auch im Preis:

Nährstoffzusammensetzung Nüsse

fettgehalt_nüsse kohlenhyrdratgehalt_nüsse

Die fettärmsten Nüsse sind mit knapp 48g Fett je 100g die Erdnüsse und Cashewkerne. Die Macadamianuss hingegen ist mit 78g je 100g die fettreichste Nuss. Beim Kohlenhydratgehalt gewinnt die Paranuss mit nur 3,5g Kohlenhydraten je 100g Nuss. Cashewnüsse haben hingegen einen relativ hohen Kohlenhydratanteil mit >25g.

 

 

Preisvergleich Nüsse

Vergleicht man die Preise der Nüsse, so schwanken diese relativ stark:

nüsse_preisvergleich

Mit Abstand am teuersten sind die Pinienkerne. Grund hierfür ist der aufwendige Anbau/ die aufwendige Ernte: Pinienkerne wachsen im Zapfen der Pinie. Da Pinienwälder auf sehr unebenem Boden wachsen können keinerlei Entemaschinen eingesetzt werden. Stattdessen werden die Zapfen manuell geerntet. Die ist sehr zeitaufwendig und zudem auch noch sehr gefährlich, da die Zapfenpflücker hierzu auf die bis zu 20m hohen Bäume klettern müssen um die Zapfen abzuschlagen. Hauptsächlich angebaut werden Pinien in Italien, China und Pakistan. Die italienischen Pinienkerne sind allerdings die teuersten – die italienischen Pinien sind nochmal deutlich höher und somit mit noch mehr Risiko/ Gefahr für die Zapfenpflücker verbunden. Zudem tragen die italienischen Bäume nur alle drei Jahre Früchte, während sich die asiatischen jedes Jahr ernten lassen.

Die Angaben sind natürlich nur Richtwerte.

Eine Online-Bestellung macht aber bei größeren Bestellungen in den meisten Fällen definitiv Sinn. Ihr wollt wissen, wie viel ihr bei einer Online-Bestellung sparen könnt?

Schaut doch mal hier vorbei: Nuss-Rechner

Zusammenfassung

Würde man die Nüsse basierend auf ihrem Nährstoffe-/ Kaloriengehalt und Preis ranken, so würde sich folgendes Bild ergeben:

nüsse_ranking

Welche Nussart ihr am Ende bevorzugt, hängt letztlich vermutlich weniger von harten Fakten als vielmehr vom Geschmack ab. Aber interessant find ichs trotzdem 😉

BMI-Tabelle: Viele Muskeln = Übergewicht?

Von   11. November 2015

BMI Berechnung

Der sogenannte BMI (Body Mass Index) ist eine verbreitete Messgröße, die das Körpergewicht eines Menschen relativ zur Körpergröße bewertet.

BMI = Masse[kg] / (Größe[m] * Größe[m])

Hier kannst du auch deinen BMI berechnen: BMI-Tabelle

BMI Tabellen zur Einordnung

Der BMI ist ein Wert zwischen 0 und >40, den man in eine der folgenden Kategorien einordnen kann. Die BMI Tabellen unterscheiden sich dabei je nach Frau, Mann, Kind oder Baby. Eine Frau ist beispielsweise bei demselben BMI wie ein Mann bereits leicht übergewichtig während der Mann gerade noch normalgewichtig ist. Die BMI-Tabelle bietet dir ebenfalls die Möglichkeit die für die richtige BMI-Tabelle nach Alter und Geschlecht auszusuchen.

bmi-tabelle-einordnung-normalgewicht-uebergewicht-untergewicht-magersucht

Aussagekraft BMI

Als Referenzgröße eignet sich der BMI dabei für einen Großteil der Bevölkerung. Er betrachtet einen durchschnittlich gebauten Menschen mit einem durchschnittlichen Anteil an Fett, Muskeln, Gewebe, Wasser etc.  und definiert basierend darauf, in welche Gewichtsklasse jemand einzuordnen ist.

Das ist grundsätzlich völlig ok. Man sollte nur eine Sache beachten:

Fett, Muskeln, Gewebe und Wasser haben unterschiedliche Dichten

Beispielrechnung BMI Sportler vs BMI Couchpotato

Weichen die Anteile an Fett, Muskeln, Wasser etc. im menschlichen Körper von den Durchschnittsannahmen im BMI ab, ziehen wir u.U. falsche Schlussfolgerungen – hierzu ein kleines Rechenbeispiel:

Im Folgenden lernt ihr Kai und Frederik kennen:

….beide sind 1,80m groß und wiegen 90kg
….beide haben einen BMI von 27,78
….beide sind laut BMI „präadipös“ (Nutze den BMI-Rechner um nachzurechnen;) )

Mit Blick auf die Zahlen sind Kai und Frederik absolut identisch…

… und dennoch unterschiedlich:

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Kai trainiert regelmäßig und ernährt sich gesund und ausgewogen. Kai hat einen geringen Körperfettanteil von nur 10%.

 

 

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Frederik hingegen isst gern fettig und treibt keinen Sport. Sein Körperfettanteil liegt bei 30%.

 

Der BMI sagt in diesem Falle weder etwas über das optische Erscheinungsbild noch über den gesundheitlichen Zustand der beiden aus. Den Unterschied erkennt man nicht in Größe oder Gewicht, somit auch nicht im BMI.

Muskeln sind bekanntlich schwerer als Fett. Dies verdeutlicht auch die Rechnung rechts neben den beiden Silhouetten. Würde man das Gewicht der beiden in Volumen umrechnen, so käme Frederik auf über 2 Liter mehr Volumen. Das ist vergleichbar mit vier 0,5l Wasserflaschen, die man zusammenbindet und sich um den Bauch schnallt.

Neben dem optischen Unterschied gibt es aber auch noch gesundheitliche Unterschiede:
Ein zu hoher Körperfettanteil führt u.U. zu einem Anstieg der Blutfett-Werte und damit auch zu einem höheren Blutdruck, der wiederum zu einem gesteigerten Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle führt.

Ein zu geringer Blutdruck hingegen kann ebenfalls die Körperfunktionen (Vitamineinlagerung, Körpertemperatur, Schutz der Organe) führen.

Was lernen wir daraus?

Der BMI ist eine vernünftige Referenzgröße für die breite Masse. Weicht ihr davon ab, weil ihr mehr Kraftsport treibt und dementsprechend mehr Muskeln habt? Macht euch keine Sorgen. Nur weil euer BMI sagt, dass ihr übergewichtig seid, heißt das noch gar nix. In eurem Falle ist der BMI mit seinen durchschnittlichen Annahmen einfach nicht anwendbar.

 

Grundumsatz berechnen

Von   7. November 2015

Der Körper verbrauch täglich Energie. Energie wird gemessen in Kalorien (kcal) oder Kilojoule (kj). Der folgende Artikel erklärt, wie du deinen täglichen Kalorienverbrauch berechnen kannst.

Als Kalorienverbrauch bezeichnet man dabei die Menge an Energie, die der Körper pro Tag benötigt um das Gewicht zu halten. Um den gesamten Kalorienverbrauch berechnen zu können muss jedoch zu erst einmal der Grundumsatz berechnet werden.

Grundumsatz Berechnen

Als Grundumsatz wird der Kalorienverbrauch definiert, den der Körper pro Tag bei ständiger Ruhe zur Aufrechterhaltung der Körperfunktionen benötigt. Der Grundumsatz ist abhängig von Alter, Geschlecht, Gewicht und Körpergröße. Es gibt mittlerweile unterschiedliche Formeln um den Grundumsatz zu berechnen. Eine gängige Formel ist die folgende:

Grundumsatz Frau = 655 + ((9.6 * Gewicht [kg]) + (1.8 * Grösse [cm]) – (4.7 * Alter[Jahre])
Grundumsatz Mann = 66 + ((13.7 * Gewicht [kg]) + (5 * Grösse [cm]) – (6.8 * Alter[Jahre])

  • Je größer bzw. schwerer ein Mensch ist, desto höher ist dein Kalorienverbrauch. Das heißt der Körper benötigt mehr Energie/ Kalorien zur Aufrechterhaltung aller Funktionen (logisch, es gibt ja auch mehr Zellen, die mit Energie versorgt werden müssen).
  • Mit zunehmendem Alter hingegen sinkt der Grundumsatz

Würde man den ganzen Tag nur im Bett liegen, entspreche der Grundumsatz dem täglichen Kalorienverbrauch. Da wir uns aber auch bewegen und Sport treiben, benötigen wir mehr Kalorien als nur den Grundumsatz:

zusätzlicher Kalorienverbrauch durch Standardaktivitäten

Wir benötigen zusätzlich täglich Kalorien aufgrund von regelmäßigen, täglichen körperlichen Bewegungen. Hierunter fallen Bewegungen, die man im Job bzw Alltag ausübt (sitzen, stehen, regelmäßiges Fahrrad Fahren, Treppensteigen etc.). Abgebildet wird dies über einen sogenannten Aktivitätsfaktor:

zusätzlicher Kalorienverbrauch Standardaktivitäten = (Grundumsatz * Aktivitätsfaktor) – Grundumsatz

Der Aktivitätsfaktor liegt zwischen 1,2 und 1,9 –> 1,2 entspricht dabei einem Bürojob, bei dem man hauptsächlich sitzt, 1,9 ist eher vergleichbar, mit einem Bauarbeiter, der den ganzen Tag schwer körperlich tätig ist.

zusätzlicher Kalorienverbrauch durch non-Standardaktivitäten

Zudem benötigt der Körper teilweise auch noch Energie/ Kalorien für zusätzliche körperliche Anstrengungen (z.B. Sport oder Sex). Der zusätzliche Kalorienverbrauch hängt dabei von Gewicht, Sportart sowie Dauer und Intensivität der Ausübung ab. Um unterschiedliche Sportarten zu vergleichen benutzt man das sogenannte Metabolische Äquivalent (MET). 1 MET entspricht dabei dem Energieverbrauch von 1 kcal je kg Körpergewicht je Stunde.

zusätzlicher Kalorienverbrauch non-standard Frau = 0,9 * Gewicht [kg] * MET * Dauer [min] / 60
zusätzlicher Kalorienverbrauch non-standard Mann = 1,0 * Gewicht [kg] * MET * Dauer [min] / 60

Beispielsweise hat Laufen mit 12 km/h bzw 5min/ km (in Läufersprache ausgedrückt) einen MET von 12.

Das heißt, eine Frau, die 60kg wiegt und 1 Stunde lang läuft und dabei 12km Distanz zurücklegt, würde im Schnitt ca. 648 kcal verbrauchen: 0.9 * 60 * 12 * 60/60 = 648 kcal.

Berechne hier deinen eigenen Kalorienverbrauch:

kalorienverbrauch-berechnen

5kg Gewicht verlieren in 2 Wochen – Geht das?

Von   7. November 2015

Wer kennt sie nicht? Artikel mit Anleitung, wie man in kürzester Zeit die unerwünschten zusätzlichen Fettpölsterchen, die man sich in Wochen oder sogar Monaten angefuttert hat, wieder los wird.

„5 Kilo weg – für immer!“

„5 Kilo in 14 Tagen – so funktionierts!

Solche Artikel versprechen meist schnelle Erfolge, 2 Wochen mal die Zähne zusammenbeißen und schwupps sind 5 Kilo weg….Ernsthaft?

Grundsätzlich steh ich solchen Versprechen immer skeptisch gegenüber, bis wir jemand fundierte Erklärungen gibt, wie sowas möglich sein kann. Warum also nicht mal ein kleines Rechenbeispiel wagen?

Rechenbeispiel: Wie viel kann man realistisch in 2 Wochen abnehmen?

Glykogenspeicher berechnen

In einem meiner vorherigen Artikel habe ich bereits über die Glykogenspeicher im menschlichen Körper geschrieben. Glykogenspeicher sind dazu da, kurzfristig überschüssige Energie zu speichern. Der Körper wandelt dabei die überschüssigen Kohlenhydrate in Glykogen um. Dabei kann der Körper nur eine begrenzte Menge an Glykogen speichern. Sind die Speicher voll, wird überschüssige Energie in Form von Fett gespeichert –> wir nehmen zu.

a) Leber: max150g –> hauptsächlich für Energiebereitstellung im Gehirn

b) Muskeln: max 250 – 600g –> diese Energie dient hauptsächlich dem Bewegungsapparat im Körper (der Wert schwankt je nach Trainigslevel, ein untrainierter Mensch wird nur max 250g speichern können, ein Ausdauersportler hingegen locker 500-600g)

Glykogen wird in Form von Kohlenhydraten, die in Glykogen umgewandelt werden, gespeichert.

1g Kohlenhydrat liefert 4,1 kcal Energie

Ein untrainierter Mensch kann folglich knapp 1600 kcal Energie ((150 g + 250g Glykogen) * 4,1 kcal) als Glykogen speichern.

Wassereinlagerung berechnen

Zudem muss man wissen, das Glykogen Wasser bindet.

1g Glykogen bindet zwischen 2 und 4g Wasser

Angenommen unsere Glykogenspeicher sind zu Beginn unserer Diätphase sehr voll (das ist relativ wahrscheinlich, da wir eine Diät ja meist dann starten, wenn wir zugenommen haben): Dann speichert unser Körper knapp 400g Glykogen ein und entsprechend zusätzlich noch zwischen 0,8 kg und 2kg Wasser (2-4g Wasser * 400g Glykogen).

Das sind dann in Summe bis zu 2,4 kg reines Gewicht aus Glykogen (400g) und Wasser (bis zu 2kg).

potentiell maximal möglicher Gewichtsverlust

Mit Beginn der Diät essen wir nun deutlich weniger. Der Körper benötigt weiterhin die Energie und beginnt folglich die Glykogenspeicher zu leeren. Komplett wird der Körper die Speicher nie leeren können. Für mein Rechenbeispiel simplifiziere ich hier jetzt ein wenig und geh einfach mal davon aus, wir leeren die Speicher komplett, das heißt wir müssen erst einmal 1600kcal weniger essen als wir verbrauchen.

Jetzt hängt das natürlich sehr stark von der Diät ab, auf wieviel kcal Einsparung pro Tag die Diät abzielt. Ein durchschnittlicher Wert wären täglich im Schnitt 300-500kcal weniger als wir verbrauchen. Bei 500kcal bräuchten wir also erst einmal knapp 3 Tage um die Speicher zu leeren.

Durch Leerung der Speicher wird das Wasser freigesetzt, gleichzeitig natürlich auch die Energie. Und folglich verlieren wir Gewicht, und zwar bis zu 2,4 kg nach obigen Rechenbeispiel. Hat man einmal leere Speicher und isst weiterhin weniger als man verbraucht, so beginnt der Körper sich tatsächlich an den Fettreserven zu bedienen.

1g Fett liefert knapp 9,1 kcal Energie

Um 1 kg Fett zu verbrennen, müssen dem Körper knapp 7000 kcal weniger zugeführt werden

Die Faustformel 7000kcal je kg Körperfett ist natürlich auch nur eine Annäherung. Man geht hier nicht von den 9100 kcal aus, da der Körper ein wenig Energie auch für die Verbrennung etc benötigt.

Nachdem wir die ersten 3 Tage mit dem Leeren der Glykogenspeicher verbracht haben, bleiben nun also noch 11 Tage über.

7000 kcal / 11 Tage = 636 kcal pro Tag

Das heißt, um 1kg Körperfett zu verlieren, müssten wir die kommenden 11 Tage knapp 600 kcal einsparen pro Tag!

Jetzt versprach der Artikel ja aber in Summe 5kg. 2,4 kg hätten wir durch Speicherleerung, fehlen noch 2,6kg. Das entspricht 18.200 kcal (2,6kg * 7000 kcal), die wir einsparen müssen, oder 1600kcal pro Tag (18.200 kcal/11 Tage). Falls ihr kein Gefühl dafür habt, was das bedeutet: Ein Frau hat im Schnitt einen Tagesbedarf von 1500 -2000 kcal, ein Mann knapp 2000 – 2500kcal. Ich denke damit wird der Punkt langsam klar.

Selbst wenn wir die 18.200 kcal auf die 14 Tage umlegen, sind das noch knapp 1300 kcal pro Tag, das heißt, man müsste seine Energieaufnahme um mehr als 65% reduzieren und das über einen Zeitraum von 2 Wochen.

Fazit

Ich hoffe, ich konnte damit ein wenig näher bringen, wie realistisch die 5kg in 2 Wochen tatsächlich sein können. Ich bezweifle ehrlich gesagt nicht, dass solche Fälle schon vorgekommen sind. Wie ihr gesehen habt, sind hier noch einige Variablen in meinem Rechenbeispiel drin, wenn man die ein wenig nach oben/ unten anpasst, kann durch die Glykogenspeicher schonmal deutlich mehr Gewicht verloren werden.

Fakt ist aber: Ein Großteil des Gewichtsverlusts kommt tatsächlich über die Leerung der Glykogenspeicher zustande. Würde man nach 14 Tagen wieder normal zu essen beginnen, würden sich auch die Speicher wieder füllen (wenn auch nicht vollständig) und dementsprechend auch wieder Wassermasse einlagern. Der nahhaltige Effekt, nämlich die Reduktion von Körperfett dauert deutlich länger und benötigt in den meisten Fällen dann doch ein wenig mehr Durchhaltevermögen.

Kalorien – Kalorienverbrauch, Kalorienaufnahme und Energiebilanz

Von   6. November 2015

Kalorien berechnen – wofür?

Kalorien sind vermutlich die am häufigsten benutzte Einheit um zu quantifizieren wieviel wir essen. Kalorien, genauer gesagt eigentlich Kilokalorien (abgekürzt kcal) ist eine Messgröße der Energie. Im Zusammenhang mit der Ernährung benutzt man sie zum einen um:

a) zu berechnen, wieviel Energie der Körper benötigt –> Energiebedarf, Grundumsatz, Energieverbrauch, Kalorienverbrauch (sind alles die gleichen Begriffe für und dieselbe Sache)

b) zu quantifizieren, wieviel Energie wir täglich zu uns nehmen –> Energieaufnahme, Kalorienaufnahme

 

Die Differenz der beiden Werte, stellt die sogenannte Energiebilanz dar.

energiebilanz kalorienrechner

Energiebilanz = Energieaufnahme -Energieverbrauch

Ist die Differenz aus

[Energieaufnahme minus Energieverbrauch  > 0],

d.h. Energieaufnahme kleiner als der Energieverbrauch, muss der Körper Energie andersweitig zu Verfügung stellen (z.B. über die Verbrennung von Fettzellen). Ist hingegen a) – b) < 0, d.h. der Energiebedarf kleiner als die Energieaufnahme, wird der Körper die überschüssige Energie einlagern, z.b. in Form von Fett.

Kalorienüberschuss – was passiert im Körper?

Keine Sorge, an einem Tag mal ein wenig mehr zu essen, führt keineswegs gleich zu neuen Fettpolstern! Der Körper ist durchaus in der Lage mit Energie zu haushalten. Hat der Körper kurzfristig zu viel Energie zur Verfügung, wandelt er die überschüssige Energie (genauer gesagt die Kohlenhydrate) in Glykogen um. Die Glygokenspeicher befinden sie zu 1/3 in der Leber und zu 2/3 in der Muskulatur.

Glykogenspeicher sind ein kurzfristiges Zwischenlager, vergleichbar mit einem Girkonto, auf das monatlich Geld eingezahlt wird und von dem monatlich auch Geld abgehoben/ überwiesen wird. Der Speicher atmet, mal ist er mehr, mal weniger gefüllt. Über die Glykogenspeicher können somit Schwankungen in der Energieaufnahme über den Tag hinweg ausgeglichen werden.

Führt man dem Körper nun jedoch regelmäßig mehr Energie zu als er benötigt, wird immer mehr Glykogen eingelagert, bis die Speicher irgendwann randvoll sind. Der menschliche Körper kann etwa 1600 kcal als Glykogen speichern. Hat der Körper darüber hinaus noch mehr Kohlenhydrate zur Verfügung, werden diese in Fett umwandelt.

Wenn wir das mit unserem Girokonto vergleichen, gleicht das einem Dauerauftrag: Sobald der Kontostand über 2000 € beträgt, wird Geld umgebucht auf ein Tagesgeldkonto (Sparbuch o.ä.). Von dort ist es meist etwas aufwendiger das Geld wieder abzuheben. Ähnlich ist es auch mit den Fettpolstern.

Sind die Fettpolster einmal vorhanden, können diese nur wieder abgebaut werden, wenn man dem Körper weniger Energie zur Verfügung stellt, als benötigt. Auch in diesem Falle gilt: das passiert nicht von heute auf morgen.

Haben wir über einige Wochen geschlemmt und zugenommen (Fettpolster angesetzt), so sind auch die Glykogenspeicher gut gefüllt. Das heißt zunächst muss die überschüssige Energie aus diesen Speichern verbraucht werden, bevor sich der Körper auf die Suche nach anderen Energiequellen macht.

Wie viel Kalorien für 1kg Fett?

Als Faustformel kann man sich merken:

Um 1kg Körperfett zu-/ abzunehmen, müssen dem Körper ca. 7000 kcal mehr/ weniger zugeführt werden als er verbraucht.

Dabei geht es um reines Körperfett. Die Waage würde in diesem Falle vermutlich deutlich mehr als 1kg anzeigen. Dies hängt vor allem mit Wassereinlagerungen zusammen. Glykogen kann im Körper nur mit Wasser gespeichert werden, d.h. sind unsere Glykogenspeicher gut gefüllt, speichern wir auch deutlich mehr Wasser ein. 1g Glykogen bindet in der Regel knapp 2-4g Wasser. Aus diesem Grund verlieren wir in den ersten Tagen einer Diät häufig rasant an Gewicht: Der Körper leert zu Beginn einer Diät erst einmal die Glykogenspeicher und setzt damit überschüssiges Wasser frei. Erst wenn die Glykogenspeicher leer sind, beginnt der Körper andere Energiequellen zu benutzen (z.b. unsere Fettzellen).

In dem folgenden Artikel erfährst du noch mehr zum Thema Glykogenspeicher berechnen.