Erfolgreich Abnehmen: Glykogenspeicher leeren

Ich selbst bin 2010 das erste mal in Kontakt mit Low Carb gekommen und seit dem großer Verfechter dieser Methode – wenngleich es nicht für jeden was ist.

Diejenigen, die sich erst mal auf LOW CARB einlassen und die ersten 2 Wochen überstehen, verstehen in der Regel relativ schnell den Mehrwert, der aus meiner Sicht aus folgender einfachen Kette besteht:

Kohlenhydratspeicher Leeren –> Blutzuckerspiegel schwank nicht mehr —> Appetit reduziert –> ununterbrochene Fettverbrennung gestartet

Die Frage, die sich zu Beginn viele stellen, ist, wie lange es jetzt dauert, bis die Kohlenhydratspeicher leer sind und man endlich anfängt Fett zu verbrennen?

In meinem Kurs Tina’s Fit Kit erkläre ich dir Schritt für Schritt, wie du schnell deine Kohlenhydratspeicher leeren kannst und welche Signale dein Körper dir in den ersten Tagen sendet.

Ich habe dabei versucht, alle die Fragen, die ich selbst in 2010 hatte, strukturiert und einfach zu beantworten, sodass du genau weißt, ob du alles richtig machst.

LOW CARB für Anfänger

  • 12 Videos
  • 12 Arbeitsblätter
  • inkl. Lebensmittel Liste zum Ausdrucken
  • inkl. ANTI Frust Checkliste
  • BONUS 1: Was muss ich machen um Glykogenspeicher zu Leeren?
  • BONUS 2: LOW CARB Kopfschmerzen – was tun?

Low Carb Diät – Glykogenspeicher leeren

Die Low Carb Diät basiert auf folgendem biologischen Effekt: Insulin verhindert die Fettverbrennung im Körper. Immer, wenn wir Kohlenhydrate zu uns nehmen, steigt unser Insulinspiegel im Blut an um die überschüssige Glucose abzubauen und zu den Zellen zu transportieren (eine detaillierte Erklärung zu diesem Zusammenspiel von Blutzuckerspiegel und Insulin findet du auch auf der Seite Choose Your Level).

Das Vorhandensein vom Hormon Insulin stoppt jedoch die Fettverbrennung im menschlichen Körper.

Jedes Mal, wenn wir Kohlenhydrate zu uns nehmen, wird unsere Fettverbrennung ausgesetzt.

auf kohlenhydrate verzichten um abzunehmen

Kohlenhydrate stoppen die Fettverbrennung

Fett wird im menschlichen Körper sowieso nur verbrannt, wenn dem Körper keine andere Energieform zur Verfügung steht. Die erste Wahl der Energieform sind für den Körper immer die Kohlenhydrate, Glucose. Glucose wird in den sogenannten Glykogenspeichern kurzfristig aufbewahrt, um den Körper ständig mit Energie zu versorgen. Denn obwohl wir nicht ständig essen, benötigt unser Körper ständig Energie für alle möglichen Vorgänge (Atmung, Herzschlag, Muskeltätigkeit, Hirntätigkeit). Die Energie bezieht der Körper in der Regel entweder direkt aus der Nahrung (wenn wir vor kurzem erst etwas gegessen haben) oder er zapft die Glykogenspeicher an. Wenn wir etwas essen, verbraucht unser Körper in der Regel nicht sofort die gesamte Energie.

Die überschüssige Energie wird kurzfristig in den Glykogenspeichern als Glucose gespeichert.

Wenn unser Körper ein paar Stunden später erneut Energie benötigt (und wir nicht direkt wieder etwas essen), bedient der Körper sich in der Regel aus den Glykogenspeichern.

Die Glykogenspeicher können ausschließlich Glucose speichern.

Glucose ist das kleinste einfachste Molekül der Kohlenhydrate.

Jedes mal, wenn der Körper die Glykogenspeicher anzapft und Glcuose freisetzt, wird gleich zeitig auch wieder etwas Insulin freigesetzt, denn durch die Glucose wird der Blutzuckerspiegel erhöht. Das Insulin hilft den Blutzuckerspiegel wieder zu regulieren und den Blutzuckerspiegel abzubauen.

Um die Glykogenspeicher schneller zu leeren, solltest du weniger Glucose (Kohlenhydrate) zu dir nehmen.

Kohlenhydrate Berechnen

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Was passiert, wenn die Glykogenspeicher leer sind?

Glykogenspeicher speichern in der Regel nur Glucose, also Kohlenhydrate. Kohlenhydrate sind die einfachste Form der Energiegewinnung für den menschlichen Körper. Wenn wir über längeren Zeitraum nichts essen oder einfach nur keine Kohlenhydrate essen, beginnt der Körper zunächst die Glykogenspeicher zu leeren. Wie viel Energie der Körper in den Glykogenspeichern speichern kann, erfährst du auch auf Choose Your Level. Sobald die Glykogenspeicher leer sind, muss der Körper sich nach neuen Möglichkeiten zur Energiegewinnung umsehen. Grundsätzlich kann der Körper mindestens genauso effizient die Energie aus Fetten gewinnen. Hierzu benötigt der Körper

Glykogenspeicher leeren: Auf Kohlenhydrate verzichten

Glykogenspeicher leeren: Auf Kohlenhydrate verzichten

allerdings gewisse Enzyme, die wir heute kaum noch ad hoc zur Verfügung haben, da uns heute ein absoluter Überschuss an Kohlenhydraten in der Ernährung zur Verfügung steht. Die Enzyme zur Energiegewinnung aus Fett (die sogennanten Ketonkörper) kann der Körper innerhalb weniger Tage wieder produzieren, wenn notwendig. Allerdings wird er dies nur tun, wenn die Glykogenspeicher leer sind und kein Nachschub in Aussicht steht. Diese Tage können sehr sehr hart sein für uns, da der Körper zunächst ein wenig rebelliert. Fehlen die Kohlenhydrate, so können in den ersten Tagen z.B. vermehrt Kopfschmerzen auftreten, wir fühlen uns generell schwach und sind ständig müde. Wie genau sich die ersten Tage mit leeren Glykogenspeichern anfühlen, erkläre ich dir in meinem Online Kurs Tina’s Fit Kit.

Sobald man diese Phase jedoch hinter sich gelassen hat und der Körper ausreichend Ketonkörper zur Fettverbrennung gebildet hat, können wir mindestens genau so effizient Energie aus Fett gewinnen, wie vorher aus Kohlenhydraten.

Ketose – ununterbrochen Fett verbrennen

abnehmen durch verzicht auf kohlenhydrate

Abnehmen durch leere Glykogenspeicher

Die sogenannte Ketose lässt uns teilweise sogar fitter und aktiver sein, als wie es jemald zuvor waren. Das beste ist jedoch: Die leeren Glykogenspeicher und die Abwesenheit von Kohlenhydraten führen zu einem ständig niedrigen, konstanten Blutzuckerspiegel. Da der Blutzuckerspiegel nicht mehr ansteigt, benötigen wir auch kein Insulin mehr um den Blutzuckerspiegel ständig zu regulieren. In der Folge verbrennen wir ununterbrochen Fett. Da der Körper nun ausschließlcih Fett zur Energiegewinnung benutzt, wird er neben dem über die Nahrung aufgenommen Fett nun auch überschüssiges Körperfett abbauen. Ein weiterer Vorteil im konstant niedrigen Blutzuckerspiegel liegt darin, dass wir bei weitem nicht mehr so viel Appetit haben. Der ständig schwankende Blutzuckerspiegel ist eine der Hauptursachen, warum wir ständig Appetit und Heißhunger bekommen. Ernähren wir uns weitestgehend frei von Kohlenhydraten bleibt dieser Effekt aus und wir werden deutlich weniger Appetit verspüren. Wir werden

leere glykogenspeicher negative energiebilanz

leere glykogenspeicher negative energiebilanz

nur noch dann essen, wenn wir wirklich hungrig sind und wir hören auf zu essen, sobald wir satt sind. Damit regulieren wir selbst ganz unterbewusst viel stärker unsere Essensgewohnheiten und erreichen somit relativ schnell auch eine negative Kalorienbilanz.

Wie leere ich meine Glykogenspeicher

Um die Glykogenspeicher zu leeren, muss die tägliche Kohlenhydrateaufnahme massiv heruntergefahren werden. Es sollten hauptsächlich eiweißreiche Lebensmittel (viel Gemüse, Fleisch, Nüsse und Eier) gegessen werden. Rezepte ohne Kohlenhydrate gibt es online mittlerweile überall zu finden. Wer das Leeren der Glykogenspeicher beschleunigen möchte, kann dies auch durch eine sehr intensive Sporteinheit (z.B. einen 90min Dauerlauf) unterstützen.

Warum Zucker und Weizen so schädlich für unsere Gesundheit sind

Sind alle Kohlenhydrate schlecht?

Im Moment schreibe ich viel über low carb. Low Carb Ernährungsweisen/ Diäten konzentrieren sich im Allgemeinen immer auf eine stark reduzierte Kohlenhydrataufnahme. Das heißt, grundsätzlich werden Lebensmittel mit hohem Kohlenhydratanteil fast vollständig gemieden. Dazu gehören Brot, Brötchen, jegliche Teigwaren (Nudeln etc), Zucker und zuckerhaltige Lebensmittel, Pizza, Honig, Kartoffeln, Reis, Süßigkeiten, Fertiggerichte etc.

Viele der Diäten setzen dabei zu Beginn auf eine sehr stark eingeschränkte Kohlenhydratversorgung und lockern diese später ein wenig auf. Wichtig ist dabei, zu verstehen, dass Kohlenhydrate nicht gleich Kohlenhydrate sind. Auch wenn im Hinblick auf die Kalorien, alle Kohlenhydrate knapp 4,1 kcal pro g liefern, unterscheiden sich die Kohlenhydrate in ihrer Zusammensetzung und damit auch ihrer Wirkung auf den Stoffwechsel und die Gesundheit.

Zucker und Weizen vs Kartoffeln und Reis

Worin unterscheiden sich Zucker und Weizen von anderen Lebensmittel wie Kartoffeln und Reis? All diese Lebensmittel weisen einen relativ hohen Kohlenhydrateanteil auf.  Kartoffeln und Reis unterscheiden sich insbesondere in einem Punkt von vielen anderen Kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln: Sie kommen in ihrer natürlichen Form daher. Die Natur versorgt uns auf natürliche Weise mit diesen Grundnahrungsmitteln. Im Gegensatz dazu sind viele andere kohlenhydrathaltige Lebensmittel wie eben auch Weizen und Zucker nur das Ergebnis einer sehr starken Verarbeitung eines eigentlich völlig anderen ursprünglichen Lebensmittels (Weizenkorn und Zuckerrübe).

Im Gegensatz zu Kartoffeln und Reis bestehen die anderen eben genannten kohlenhydrathaltigen Lebensmittel wie Nudeln/ Teigwaren/ Brot/ Brötchen zum großen Teil aus Mehl, meist Weizenmehl. Weizenmehl wird erzeugt aus Weizen. Doch in dem Moment, in dem wir den Weizen mahlen und verarbeiten, greifen wir schon sehr stark ein und vereinfachen den Aufnahmeprozess der Nährstoffe für den menschlichen Körper:

Zusammenhang Herstellung Mehl + Wirkung Stoffwechsel:

Mehl wird im Normalfall aus Getreide hergestellt: Die Herstellungsformen sind relativ ähnlich. In diesem Beispiel konzentrieren wir uns deshalb in erster Linie auf das gängigste aller Mehlsorten: Weizenmehl.

Das Weizenkorn besteht aus einer Frucht/ Samenschale, einem Keimling und letztlich einem Mehlkörper:
weizenkorn-mehlherstellung-low-carb

Für die Mehlherstellung werden die Schale und der Keimling zunächst vom Mehlkörper entfernt. Das typische, gängige Mehl Typ 450 (auf die Bedeutung der unterschiedlichen Typen komm ich später nochmal zu sprechen) besteht letztlich nur aus dem Mehlkörper, der fast ausschließlich aus Kohlenhydraten besteht. Die mineralstoffreichen Schalen und Keime werden weitestgehend entfernt. Für Mehl Typ 450 wird letztlich nur der Mehlkörper gemahlen und damit zum Mehl verarbeitet. Durch das Mahlen werden einige aufwendige Schritte zur Spaltung bereits vorweggenommen, sodass der Körper letztlich deutlich weniger Aufwand hat um an die Nährstoffe zu gelangen und diese aufnehmen/ verarbeiten zu können.

Der Mehltyp (z.B. 450, 1050 etc) sagt übrigens entgegen weitläufiger Meinung nichts darüber aus, wie fein das Mehl gemahlen ist. Vielmehr ist die Zahl ein Indiz für den Mineralstoffgehalt des Mehls: Je höher die Zahl desto mineralstoffreicher das Mehl. Die Mineralstoffe erhält man, in dem man dem Mehlkörper vor dem Mahlen einen Teil der mineralstoffreichen Schalen wieder zusetzt.

Zusammenhang Herstellung Zucker + Wirkung Stoffwechsel:

Viele andere Lebensmittel wie Süßigkeiten und CO bestehen zwar grundsätzlich nicht aus Mehl, dafür jedoch aus einem anderen Hauptstoff, der in seiner natürlichen Form so nicht vorkommt: Zucker.

Ähnlich wie Mehl legt auch der Zucker einen langen Weg zurück, bis er in den Regalen landet. Normaler Haushaltszucker wird aus der Zuckerrübe gewonnen. In Kürze erklärt, passiert bei der Herstellung Folgendes: Zuckerrüben werden in Schnitzel zerkleinert, die Schnitzel werden im Wasser erwärmt. Dabei löst sich der Zucker aus der Rübe. Der Saft wird danach durch Zusetzen von Kohlensäure und Kalk gereingt um Nichtzuckerstoffe zu binden und auszufällen. Der verbleibende Dünnsaft wird nun mehrmals erhitzt/ gekocht, bis sich Kristalle bilden, die durch Schleudern in einer Zentrifuge letztlich vom verbleibenden Sirup getrennt werden bis der reine kristalline Zucker übrig bleibt.

Auch beim Zucker wird also viel maschinell/mechanisch vorgearbeitet um zum Endprodukt Zucker zu gelangen. Im Gegensatz zu vielen natürlichen Lebensmitteln, bei dem unser Körper die „Schwerstarbeit“ leisten muss und die Lebensmittel selbst spalten muss um an die Nährstoffe zu kommen, wird dem Körper durch die Zucker und Mehlherstellung/ -verarbeitung bereits ein Großteil an Arbeit abgenommen. Was übrig bleibt, sind einfache, schnell zugängliche Kohlenhydrate.

Stoffwechsel: Kartoffeln und Reis im Vergleich zu Mehl und Zucker

Kartoffeln und Reis bestehen ebenfalls zum großen Teil aus Kohlenhydraten. Im Gegensatz zu Mehl, Zucker und Co, handelt es sich dabei jedoch um natürlich vorkommende Lebensmittel, bei denen der Körper selbst noch Aufwand betreiben muss um an die Nährstoffe zu gelangen.

Doch es gibt noch weitere Vorteile von Kartoffeln und Reis gegenüber anderne Kohlenhydraten:

  • Kartoffeln und Reis haben mehr Ballaststoffe
  • Kartoffeln und Reis sind mineralstoffreicher: mehr Vitamin C, Folsäure und Kalium
  • Kartoffeln und Reis gehören mit 74 Kcal je 100g eher zu den kalorienärmeren Lebensmittel

Das Fazit lautet also: Wenn es Kohlenhydrate sein sollen, du dich aber dennoch mineralstoffreich und gesund ernähren möchtest, sind Kartoffeln und Reis vor anderen kohlenhydratreichen Beilagen definitiv die bessere Alternative.

Ähnliches gilt übrigens für Honig und Zucker: Möchtest du Desserts süßen, empfehle ich dir grundsätzlich immer eher zu natürlich vorkommenden Süßungsmitteln, z.B. Honig. Auch davon kann unser Körper nur eine begrenzte Menge verarbeiten, dennoch fährst du mit Honig letztlich immer noch besser als mit den leeren, mineralstoffleeren Kalorien aus normalem Haushaltszucker.

Kohlenhydrate Berechnen

Übrigens: 

Mit Hilfe des Kohlenhydrate Rechners kannst du dir Zusammensetzung der Kohlenhydrate der Lebensmittel ansehen und berechnen.

Low Carb: Stoffwechsel ankurbeln mit Cheat Day

Der Körper und sein Stoffwechsel

Unser Körper ist ein wahres Wunderwerk. Er kann sich an jegliche Extremsituation anpassen um uns das Überleben zu sichern. Insbesondere wenn es um das Essen geht, ist unser Körper sehr anpassungsfähig. Führen wir ihm über längeren Zeitraum deutlich weniger Nährstoffe zu als er eigentlich benötigt, so bedient er sich zunächst einmal seiner Reserven (Fettpölsterchen, Glykogenspeicher etc.).

Früher, sehr viel früher, als die Steinzeitmenschen im Winter wochenlang in ihren Höhlen eingeschlossen waren und nicht auf Nahrungssuche gehen konnten, war diese Anpassungsfähigkeit dringend erforderlich um bis zum nächsten Sommer/ bis zur nächsten Jagd zu kommen.

Da nie ganz klar war, wann man wieder auf Jagd gehen konnte, begann der Körper auch mit seinen Reserven zu haushalten und seinen Stoffwechsel herunterzufahren, sodass er auch mit weniger Energie alle notwendigen Funktionen im Körper hinreichend erfüllen konnte.

Und genau das wird uns heute oftmals zum Verhängnis. Denn letztlich sind auch Diäten für den Körper nix anderes als Hungerphasen, in denen er lernen muss zu haushalten. Entziehen wir unserem Körper nun über längeren Zeitraum einen Großteil der Energie, die er täglich benötigt, wird sich unser Körper, wie bei unseren Vorfahren auch, auf eine längere Hungerphase einstellen. Die Folge? Der Körper fährt seinen Stoffwechsel herunter. Überflüssige Körperfunktionen (z.b. die Herstellung von Vitamine, Wärmeerzeugung, Gehirntätigkeit) werden verlangsamt, der Fokus liegt auf den wesentlichen notwendigen Überlebensmaßnahmen (Herzschlag, Atmung etc). Zudem beginnt der Körper auch Muskelmasse als Brennmaterial einzusetzen. In Summe reduziert sich der tägliche Energiebedarf. Nehmen wir in einer Diät nach wie vor die gleiche reduzierte Energiemenge zu uns, die uns zu Beginn ein massives Energiedefizit eingeräumt hat, schrumpft dieses Energiedefizit nun in sich zusammen mit dem Ergebnis, dass wir weniger bzw. gar nicht mehr abnehmen.

Diesen Prozess gilt es zu verhindern!

SCHRITT-FÜR-SCHRITT

LOW CARB für Anfänger

1.Low Carb Kopfschmerzen – was tun
2. Lebensmittel Listen
3. Rezepte max 50g Kohlenhydrate
4. Signale vom Körper richtig deuten
10. Wunschgewicht erreichen 🙂

inklusive ANTI-FRUST-CHECKLISTE

Der Cheat Day

Verhindern kann man dies, in dem man dem Körper regelmäßig Signale sendet und ihm zeigt, dass wir nicht in einer kalten Höhle in der Steinzeit rumsitzen und auch nicht völlig abgeschottet von Lebensmitteln sind und somit auch nicht ums Überleben kämpfen müssen. Dies gelingt am besten, in dem man dem Körper ab und zu den Zugang zu all den Lebensmitteln gewährt, die ihm für einen längeren Zeitraum enthalten worden sind.

Die Lösung heißt „cheat day“. „To cheat“ kommt aus dem englischen und bedeutet so viel wie „betrügen“, „schummeln“ oder „täuschen“. In diesem Fall betrügen wir unseren Körper, in dem wir 6 aus 7 Tagen eine strenge Diät machen. An Tag 7 wird dann jedoch wieder geschlemmt. Der Körper ist somit gezwungen einmal pro Woche deutlich mehr Nährstoffe zu verarbeiten. Dies kann er nur auf hoher Flamme. Und genau das wollen wir. Denn die hohe Flamme wird auch in der nächsten Woche weiterhin groß sein, sodass wir auch bei deutlich reduzierter Energieaufnahme nun nach wie vor weiterhin wie gewohnt Energie verbrennen. Der Körper ist letztlich ein Gewohnheitstier. Es gilt die Gewohnheiten zu durchbrechen und zu verhindern, dass der Körper auf Sparflamme schalet.

Nehme ich am Cheat Day zu?

Es kann sein, dass du durch den cheat kurzfristig (am darauf folgenden Tag) an Körpergewicht zulegst. Dabei handelt es sich jedoch um Wassereinlagerungen, da du an diesem Tag vermutlich auch deutlich mehr Kohlenhydrate als normalerweise zu dir nehmen wirst. Hälst du dich am Folgetag wieder strikt an deine Diätvorgaben, sollte das Wasser relativ fix (innerhalb von 24h) wieder rausgespült sein. Um dein Gewicht brauchst du dir also keine Sorgen zu machen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass du hingegen an Körperfett zulegst, geht gegen Null, da deine Glykogenspeicher vorher sehr leer sind, beginnst du höchstens diese ein wenig aufzufüllen. Die Glykogenspeicher lassen sich an den Folgetagen jedoch leicht wieder leeren. Fett würdest du erst bei knapp 7000 kcal zusätzlich anfangen aufzubauen. Und seien wir mal ehrlich: Das muss schon ein gewaltiger Cheat Day sein, damit du 7000 kcal mehr zu dir nimmst, als du verbrauchst. Nach wie vor heißt cheating nicht „wir futtern bis zum Erbrechen“! 😉

Falle ich beim Cheat Day aus der Ketose?

Wenn du dich bereits länger in Ketose befindest weil du deine Kohlenhydrataufnahme auf weniger als 50g pro Tag reduziert hast, sollte der Cheat Day dich hier keineswegs aus der Ketose werfen. Dennoch empfiehlt es sich den Cheat Day nicht sofort einzulegen, wenn du gerade mit einem Abnehmprogramm begonnen hast. Insbesondere in den ersten 2 Wochen einer sehr stark kohlenhydratereduzierten Diät, ist der Körper noch in der Eingewöhnungsphase. Verzichte also zumindest die ersten 2 Wochen auf den Cheat Day und versuche danach mit leichteren Cheat Days zu starten um zu sehen wie dein Körper darauf reagiert.

 

Kohlenhydratarmes Frühstück: Joghurt mit Nüssen

Kohlenhydratarmes Frühstück: Joghurt mit Nüssen

Zutaten Joghurt mit Nüssen

5 EL Naturjoghurt mit 1,5 % Fett
2 EL Leinsamen
2 EL Mandeln
2 EL Sonnenblumenkerne
2 EL Kürbiskerne
100g kohlenhyatarmes Obst (z.b. Ananas, Äpfel, Beeren…)
1 EL Walnüsse
1 EL Cashewkerne

Nährwerte je Portion:

609 kcal;
27g Kohlenhydrate;
26g Eiweiß;
42g Fett;

Zubereitungsschritte Joghurt mit Nüssen

Schritt 1: Obst klein schneiden

Schritt 2: Nüsse, Kerne, Samen hinzugeben

Schritt 3: Joghurt hinzugeben

Schritt 4: Zutaten Vermischen

Du hast dich für eine Diät oder eine Ernährungsumstellung entschieden, bei der du in nächster Zeit weitestgehend auf Kohlenhydrate verzichten möchtest und suchst noch nach passenden Rezepten? Vielleicht machst du die Ernährungsumstellung sogar mit Hilfe meines Online Kurses Tina’s Fit Kit?

LOW CARB für Anfänger

  • 12 kurze Videos Basiswissen Gesunde Ernährung & Low Carb
  • inkl. Lebensmittel Liste zum Ausdrucken
  • inkl. ANTI Frust Checkliste
  • BONUS 1: Was muss ich machen um Glykogenspeicher zu Leeren?
  • BONUS 2: LOW CARB Kopfschmerzen – was tun?

Kohlenhydratarmes Frühstück – Tipps

Mit knapp 30g Kohlenhydraten deckst du mit diesem Frühstück zwar schon einen Großteil deines Tagesbedarfs an Kohlenhydraten, dafür macht das Frühstück jedoch auch sehr lange satt und bietet dir einen optimalen Start in den Tag.

Kohlenhyratarmes Obst

Solltest du dennoch nicht so viele Kohlenhydrate am Morgen zu dir nehmen wollen, dann variiere einfach ein wenig mit dem Obst. Wie du siehst, trägt die Ananas bereits 9g Kohlenhydrate bei. Alternativ kannst du auch Beeren (z.B. Heidelbeeren oder Himbeeren) verwenden. Beerenfrüchte haben einen deutlich geringeren Kohlenhydrate Anteil und eignen sich deswegen besonders gut für eine low carb Ernährung.

Kohlenhydratarmes Obst

Low Carb Obst

Kohlenhydratarme Nüsse

Zudem kannst du natürlich auch mit den Nüssen variieren und statt dem 1 EL Cashewkerne noch einen EL Walnüsse nehmen. Nutze den Rezeptrechner um dein abgewandeltes Frühstück zu berechnen.

Kohlenhydratarme Nüsse

Low Carb Nüsse

 

 

Low Carb Kopfschmerzen durch wenig Kohlenhydrate?

Low Carb Kopfschmerzen – der Anfang der Ketose

Low Carb Diäten/ Ernährungsweisen konzentrieren sich hauptsächlich auf die Einschränkung der Kohlenhydrate auf ein absolutes Minimum.

Entzugserscheinungen durch wenige Kohlenhydrate

Durch den Kohlenhydrateentzug bekommt der Körper keinen Nachschub mehr an einfachem Brennstoff. Der Körper äußert sich deshalb zunächst mal mit Begleiterscheinungen wie

  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit oder
  • leichten Anzeichen einer Erkältung

Der Grund hierfür ist in der Tat ein temporärer Mangel an „Brennstoff“, bei dem der Körper NOCH NICHT weiß, wie er damit umzugehen hat.

Aber warum ist das so?

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Kohlenhydrate als einfacher Energielieferant

Der Körper ist im Normalfall gewohnt regelmäßig Glukose in Form von Kohlenhydraten als Hauptenergieträger zur Verfügung gestellt zu bekommen. Glukose ist für den Körper ein sehr einfacher, leicht zugänglicher Energieträger. Neben der Glukose kann der Körper aber auch Fett verbrennen und daraus Energie herstellen. Die Energieherstellung aus Fett ist durch den Körper jedoch deutlich aufwendiger, da er dafür zunächst mal bestimmte Enzyme produzieren muss.

Aus diesem Grund wird der Körper die Glukoseverbrennung immer bevorzugen solange Glukose vorhanden ist. Beschränken wir den Kohlenhydrateanteil auf ein Minimum, ist der Körper gezwungen sich auf eine Fettverbrennung einzustellen.

Energiegewinnung aus Fett erfordert Ketonkörper

Die Herstellung der benötigten Enzyme für die Fettverbrennung kann allerdings ein paar Tage in Anspruch nehmen. Im Übergang von der Zucker- auf die Fettverbrennung können deshalb Begleiterscheinungen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit und leichten Erkältungsanzeichen auftreten.  Der Körper muss sich erst mit dem neuen Brennstoff arrangieren.

Das Umstellung des Stoffwechsels von Zucker- auf Fettverbrennung ist vergleichbar mit der Umstellung eines Kamins von Stroh auf Holz. Das Holz muss zunächst einmal auf Temperatur gebracht werden. Wenn es jedoch einmal brennt, profitieren wir viel länger von der freigesetzten Wärme und müssen seltener Brennstoff nachschieben.

Ketonkörper kann man Messen

Ketonkörper sind eine weitere Energieform, die der Körper bei Abwesenheit von Kohlenhydraten benutzen kann. Ketonkörper werden in der Leber aus Fettsäuren hergestellt.

Die Ketonkörper liefern übrigens die viel bessere Energie als die Glukose. Diese Energie kann der Körper deutlich effizienter verwerten. Wir fühlen uns in Summe fitter und können uns besser konzentrieren. Aufgrund des sehr stabilen, sehr niedrigen Insulinspiegels bleiben zudem Heißhungerattacken aus.

Ketonkörper kann man übrigens insbesondere zu Beginn einer Umstellung sehr gut messen. Hierfür gibt es sogenannte Ketosticks, die durch Verfärbung einen entsprechenden Nachweis erbringen können:

 

Die Ketonkörper Produktion dauert 1-4 Tage

Bekommt der Körper über einen Zeitraum von 3-4 Tagen nach wie vor nicht mehr als 50g Kohlenhydrate pro Tag zur Verfügung gestellt, beginnt er Enzyme zur Bildung von Ketonkörpern zu produzieren. Die Herstellung der Enzyme ist für den Körper Schwerstarbeit und kann individuell sehr unterschiedlich verlaufen. Spätestens nach 3 Tagen sollten die Begleiterscheinungen jedoch wieder verschwinden. Der Körper hat nun genügend Ketonkörper hergestellt um sich selbst und das Gehirn wieder vernünftig mit Energie zu versorgen.

Die Signale deines Körpers Richtig deuten.

In dieser ersten Phase deiner Umstellung auf LOW CARB ist es besonders wichtig, dass du die 50g Kohlenhydrate am Tag nicht überschreitest und dir viel Ruhe gönnst. Man neigt häufig dazu, die Krankheitssymptome als etwas schlechtes wahrzunehmen und denkt häufig, man muss dem Körper jetzt was Gutes tun und lieber doch wieder mehr Kohlenhydrate essen. Aber damit katapultiert man sich in der Regel zurück an den Nullpunkt und fängt wieder von vorne an. Ich habe diese Erfahrung schon mehrfach gemacht und weiß wovon ich rede.
In meinem Kurs Tina’s Fit Kit teile ich übrigens all meine Erfahrungen zur LOW CARB Umstellung und erkläre dir genau, worauf du insbesondere zu Beginn noch achten solltest und von welchen Lebensmittel du fast unbegrenzt viel zu dir nehmen kannst.

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Keto Rechner

Und noch ein Tipp: Zu Beginn ist es besonders wichtig, dass du täglich berechnest, wieviele Kohlenhydrate du zu dir nimmst. Man unterschätzt häufig, wie viel Kohlenhydrate auch Gemüse und Früchte haben. Viele Lebensmittel von denen man es gar nicht erwartet, haben relativ viele Kohlenhydrate (z.B. 1 rote Paprika hat ca. 10g Kohlenhydrate, 1 Apfel hat bereits 16g Kohlenhydrate und selbst ein nicht gesüßter Naturjoghurt hat bereits 10g). Wie viele Kohlenhydrate bestimmte Lebensmittel tatsächlich haben, kannst du mit Hilfe meines Rezeptrechners rausfinden.

Wo liegt nochmal der Unterschied zwischen LOW CARB und KETOSE?

Bei einer Low Carb Diät sind es in der Regel maximal 50g Kohlenhydrate pro Tag.

Bei einer Ketogenen Diät sind es in der Regel maximal 30g Kohlenhydrate pro Tag.

Das sind natürlich nur Richtwerte. Letztlich hängen diese natürlich auch davon ab, wie groß dein täglicher Kalorienverbrauch ist und wie viele Nährstoffe du demnach täglich benötigst.

Fakt ist jedoch, dass diese starke Einschränkung der Kohlenhydrate zu Beginn eine starke Umgewöhnung für den Körper darstellt. Innerhalb von 1-3 Tagen nach der Umstellung auf LOW CARB wirst du vermutlich schon die ersten Entzugserscheinungen spüren. Low Carb Kopfschmerzen sind nur eine von mehreren typischen Nebenwirkungen.

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Low Carb Rezept – Eiweissbrot selber backen!

Eiweissbrot selbst gebacken

Du möchtest dich gern low carb ernähren und nicht auf Brot verzichten?

Eiweissbrot kann eine gute Alternative sein um Kohlenhydrate weitestgehend zu vermeiden und dennoch Brot essen zu können.

Erfahre hier, wie du dein eigenes Eiweissbrot backen kannst.

eiweissbrot-rezept

 

 

 

Rezept für Chia-Eiweissbrot

Die Angaben sind für eine 30cm lange Kastenform

Zutaten

6 Eier

500g Magerquark

100g gemahlene Mandeln (oder andere Nüsse)

100g geschrotete Leinsamen

4 EL Chiasamen

4 EL Leinsamenmehl

1 Päckchen Backpulver

10g Brotgewürz

1 TL Salz

Du fragst dich, wo du Chiasamen herbekommst? Versuchs doch mal hier:

 

Zubereitung

Die Zutaten gut miteinander vermengenn

Tipp: Wenn ihr die Mandeln/ Nüsse selbst mahlt, empfehle ich euch die Mandeln nicht komplett zu zermahlen, sondern etwas größere Stücke beizubehalten, dann wird das Brot etwas körniger/ saftiger

Eine Kastenform mit Backpapier auslegen.

Den Teig hineingeben, glattstreichen und nach Möglichkeit nochmal 30 Minuten ziehen lassen, um die Restfeuchte zu reduzieren.

Der Teig kann beliebig mit Kürbiskernen, Leinsamen, Mohn oder Sonnenblumenkernen betreut werden.

Bei Ober- & Unterhitze 175 Grad (vorgeheizt) ca 55-65 min backen.

Et voila!

Viel Spaß beim Nach-Backen!