Ketose

Von   5. Januar 2016

Was ist Ketose?

Als Ketose bezeichnet man einen Stoffwechselzustand bei dem der Körper seine Energie nicht mehr aus Glucose (der natürlichen Form der Energiebereitstellung) betreibt, sondern die Energie stattdessen aus Fettsäuren gewinnt. Für die Energiebereitstellung werden Fettsäuren dabei zu sogenannten Ketonkörpern abgebaut. Bei einer deutlich erhöhten Konzentration der Ketonkörper im menschlichen Körper wird von Ketose gesprochen.

Wie entsteht Ketose?

Der Körper gelangt dann in Ketose wenn er einem länger andauenden Hungerzustand ausgesetzt ist (beispielsweise beim Fasten oder bei einer sehr niedrigen Zufuhr von Kohlenhydraten von weniger als 50g pro Tag). Der Prozess der Ketonkörperbildung löst dabei den Prozess den Glucoseabbaus zur Energiebereitsstellung ab. Ketonkörper können dabei von allen Zellen, insbesondere aber der Muskulator und dem Gehirn als Energielieferant verwendet werden. Dies ist wichtig zu verstehen, da häufig der Irrglaube existiert, das Gehirn könne nur mit Glucose funktionieren und wir bräuchten Zucker um unsere Konzentration aufrecht zu erhalten.

Einen kleinen Restbedarf an Kohlenhydraten hat der Körper dennoch, z.B. für die Synthese von Sekreten wie Speichel. Dieser kann jedoch ebenfalls problemlos durch die Umwandlung von Aminosäuren und dem Glycerin der Fette in der sogenannten Glukoneogenese (=Neusynthese von Glucose aus organischen Nicht-Kohlenhydratevorstufen) gebildet werden.

Merken wir, wenn wir in Ketose sind?

Typische Anzeichen für Ketose sind ein leicht säuerlicher Mund- oder sogar Körpergeruch. Durch die erhöhte Konzentration von Ketonkörpern im Blut kann es zur vermehrten Ausscheidung von Ketonen in der Atemluft und im Urin kommen. In den ersten Tagen der Umstellung des Körpers auf Ketose können zudem Symptome wir Kopfschmerzen, Müdigkeit, allgemeine Schlappheit und eine Minderung der Leistungsfähigkeit kommen. Dies ist normal, da der Körper zunächst einmal Ketonkörper bilden muss. Die Symptome sollten nach wenigen Tagen vollständig abklingen.

Ketose kann zudem mit Hilfe von Teststreifen auch nachgewiesen werden:

Ketose und Abnehmen/ Ketose-Diäten

Es gibt mittlerweile zahlreiche Diäten, die das Prinzip der Ketose oder eine abgewandelte Form davon benutzen. Dabei handelt es sich um Diäten, die auf Kohlelnhydrate in der Ernährung weitestgehend verzichten, z.B. Low Carb, Atkins, Paleo, Schlank im Schlaf, Steinzeitdiät. Der Vorteil dieser Diät liegt hauptsächlich in einer ständigen Fettverbrennung. Durch den niedrigen, stabilen Blutzucker bleibt zudem der Appetit aus, sodass man die Kontrolle über das, was man isst ohne Probleme zurückerlangt und tatsächlich nur dann isst, wenn man Hunger hat.

Hier findest du ein 2-Wochen-Programm, dass dir dabei hilft deinen Körper in Ketose zu bringen und dadurch schnell und effektiv Fett zu verbrennen.

Ketose und Sport

Ketose kann zudem auch im Sport zu einer deutlichen Leistungssteigerung führen. Durch das Trainieren ohne Kohlenhydrate ist der Körper gezwungen Fett zu verbrennen. Zudem gibt es mittlerweile schon einige Studien, die zeigen, dass beim Training mit wenig Kohlenhydraten einige Enzyme hochreguliert werden, die die Mitochondrienbildung unterstützen. Mit der Anzahl der Mitochondrien steigt wiederum auch die Leistungsfähigkeit. Ein paar Tage vor dem Wettkampf sollten die Kohlenhydrate-Speicher dann entsprechend aufgefüllt werden. Ihr werdet erstaunt sein, welchen Leistungsschub euch die Kohlenhydrate nun verleihen werden. Der Körper weiß diese nun viel effizienter zu nutzen.

 

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