Erfahre, welche Inhaltsstoffe der Deklarationspflicht für Lebensmittel unterliegen für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Die sogenannte Deklarationspflicht für Lebensmittel wird EU weit geregelt durch die Lebensmittelinformationsverordnung. Häufig ist auch die Rede von der LMIV. Dies stellt die Abkürzung der Lebensmittelfinformationsverordnung dar.

Deklarationspflicht Lebensmittel

Nährwertberechnung und Deklaration für Lebensmittel schnell & einfach durchführen

Mit dem Rezeptrechner PRO Business kannst du schnell & einfach die Nährwertberechnung deiner Lebensmittel durchführen. Zudem hast du die Möglichkeit, automatisch auch direkt Lebensmittel Etiketten mit Nährwertdeklaration für deine Lebensmittel zu generieren. Diese kannst du dann als PDF, JPG oder PNG Dateien herunterladen und ausdrucken.

Deklarationspflicht bei Lebensmitteln in Deutschland

Deutschland ist Teil der EU. In der gesamten EU gilt seit 2016 die Lebensmittelinformationsverordnung, kurz LMIV. Diese regelt die Kennzeichnung der Lebensmittel sowie die Nährwertdeklaration. Oftmals ist in diesem Zusammenhang auch von der Produktbeschreibung für Lebensmittel die Rede.

Deklarationspflicht bei Lebensmitteln in der Schweiz

Gesetzliche Grundlage: Die gesetzliche Grundlage für die Deklarationspflicht von Lebensmitteln in der Schweiz ist die „Verordnung der EDI betreffend die Information über Lebensmittel“. Diese ist seit Dezember 2016 in Kraft. Die Verordnung regelt die Lebensmittelkennzeichnung in der Schweiz und ist damit vergleichbar mit der deutschen Verordnung, der Lebensmittelinformationsverordnung. Die vollständige Verordnung kannst du über diesen Link nachlesen. Beim groben Überfliegen fallen in der Vordnung zunächst keine Abweichungen zum deutschen Gesetz auf. Einige kleinere Abweichungen findest du im Folgenden erläutert.

Lebensmittelbezeichnung: Zwar ist in der Schweizer Verordnung nicht die Rede von der Lebensmittelbezeichnung, sondern von der Sachbezeichnung. Letztlich läuft dies jedoch auf das Gleiche hinaus. In der Verordnung für Deutschland wird noch darauf hingewiesen, dass die Bezeichnung des Lebensmittels nicht durch eine „als geistiges Eigentum geschützte Bezeichnung, Handelsmarke oder Fantasiebezeichnung ersetzt werden“ kann. In der Schweiz wiederum gibt es diesbezüglich einige Ausnahmen. Schau dir dazu die Verordnung der Schweiz zur Deklarationspflicht bei Lebensmitteln im Detail an.

Zutatenverzeichnis: Ebenso wie in Deutschland ist auch ein Zutatenverzeichnis in mengenmäßig absteigender Reihenfolge erforderlich (siehe auch Software zur Verwaltung von Zutatenlisten). Die QUID Kennzeichnung, die ja die mengenmäßige Prozentangabe von Zutaten unter bestimmten Bedingungen regelt, ist ebenfalls in beiden Ländern erforderlich. In der Lebensmittelinformationsverordnung wird von der quantitativen Angabe der Zutaten gesprochen. In der Verordnung der Schweiz ist hingegen von einer mengenmäßigen Angabe die Rede.

Aufbewahrungshinweise: Der Abschnitt zu den Aufbewahrungshinweisen fällt in der Verordnung der Schweiz etwas länger aus wie in Deutschland. Viele der Anforderungen, die in der Schweiz in diesem Abschnitt geregelt sind, werden in der LMIV unter dem Paragraphen zum Mindesthaltbarkeitsdatum geregelt. Auch hier gibt es letztlich also kaum Unterschiede.

Herkunftsland: Dieser lange Abschnitt enthält inhaltlich ebenfalls die gleichen Anforderungen.

Alkoholgehalt: In beiden Ländern muss der Alkoholgehalt ab 1,2 Volumenprozent angegeben werden. Falls du dich fragst, wie genau du den Alkoholgehalt für deine Lebensmitteletiketten berechnen kannst, schau dir meinen Artikel über den Link an.

Nährwertdeklaration: Bei den Nährwertdeklaration (auch Nährwertkennzeichnung) gibt es einige Unterschiede. Gemäß der LMIV sind in Deutschland die sogenannten Big7 Nährwerte verpflichtend. Dazu gehören der Brennwert, Kohlenhydrate, Zucker, Fett, gesättigte Fettsäuren, Eiweiß und Salz. In der Schweiz ist zwar ebenfalls die Rede von diesen Big7 Nährwerten, aber die Verordnung ist loser formuliert. So reicht in der Schweiz unter gewissen Umständen auch die Angabe von Brennwert, Kohlenhydrate, Fett, Eiweiß und Salz. Auf die Angabe von Zucker und den gesättigten Fettsäuren kann verzichtet werden, wenn das Lebensmittel z.b. nicht mit einer nährwert- oder gesundheitsbezogenen Angabe versehen wird.

Analog der LMIV sollen sich die Nährwertangaben stützen auf Durchschnittswerte. Die Berechnung mit einer Software zur Nährwertberechnung ist demnach zulässig. Eine Nährwertanalyse im Labor hingegen ist freiwillig. Ausnahmen zur Deklarationspflicht der Nährwertangaben konnte ich in der Verordnung der Schweiz so nicht finden. Die Umrechnungsfaktoren für den Energiegalt sind ebenfalls identisch (siehe auch Brennwert berechnen).

Auch die Anforderungen an die Mindestschriftgröße sind de gleichen wie in der deutschen Verordnung. Auch die deklarationspflichtigen 14 Allergene sind identisch (siehe auch Allergenkennzeichnung).

Deklarationspflicht bei Lebensmitteln in Österreich

Gesetzliche Grundlage: Da Österreich Teil der EU ist, gilt hier ebenfalls die Lebensmittelinformationsverordnung. Die Anforderungen an die Deklarationspflicht in Österreich sind demzufolge identisch zu den Anforderungen in Deutschland soweit ich das erkennen kann.

Deklarationspflicht Allergene & Zusatzstoffe

Für die Deklarationspflicht der Allergene gilt für Deutschland und Österreich die EU weite Lebensmittelinformationsverordnung. Diese regelt, dass die 14 deklarationspflichtigen Allergene entsprechend hervorgehoben oder gelistet werden müssen. Dies gilt nicht nur für verpackte Lebensmittel. Auch in der Gastronomie (zum Beispiel auf der Speisekarte) und in der Bäckerei, wo primär lose Ware verkauft wird, greift die Allergenkennzeichnung. Beim Verkauf loser Ware müssen die Allergene nicht direkt am Lebensmittel gekennzeichnet werden. Die Deklarationspflicht verlangt hier nur, das schriftlich darauf hingewiesen wird, dass die Angaben auch mündlich eingeholt werden können. Zudem ist wichtig, dass dem Personal die relevanten Informationen dann in schriftlicher Form vorliegen. Das kann zum Beispiel in der Form einer Allergene Liste zum Ausdrucken als PDF erfolgen.

Ebenso müssen die Zusatzstoffe entsprechend gekennzeichnet werden. Mehr zur Zusatzstoffe Kennzeichnung erfährst du in diesem Artikel. 

Deklarationspflicht Lebensmittel

Nährwertberechnung und Deklaration für Lebensmittel schnell & einfach durchführen

Mit dem Rezeptrechner PRO Business kannst du schnell & einfach die Nährwertberechnung deiner Lebensmittel durchführen. Zudem hast du die Möglichkeit, automatisch auch direkt Lebensmittel Etiketten mit Nährwertdeklaration für deine Lebensmittel zu generieren. Diese kannst du dann als PDF, JPG oder PNG Dateien herunterladen und ausdrucken.