Verkaufsautomat als Alternative zum Hofladen?

Verkaufsautomat als Alternative zum Hofladen?

Wer einen Hofladen betreibt, kennt das Problem: Wochentags herrscht oft Flaute, während an Wochenenden und Feiertagen der Laden aus allen Nähten platzt. Doch es rentiert sich nicht, ständig Personal vor Ort zu haben. Trotzdem möchten Direktvermarkter ihre frischen Produkte anbieten und die Kunden zufriedenstellen. Hier setzen Verkaufsautomaten an. Diese cleveren Maschinen ermöglichen es, rund um die Uhr frische Waren anzubieten, ohne dass ständiges Personal erforderlich ist. Egal, ob es sich um Bio-Gemüse, hausgemachte Marmeladen oder frische Milch handelt – Verkaufsautomaten bieten eine praktische Lösung für Hofladenbetreiber. Doch wann lohnt sich so ein Verkaufsautomat als Alternative zum Hofladen?

In diesem Artikel rechne ich das für Euch einmal durch und befasse mich mit den Vor- und Nachteilen vom Betrieb eines Verkaufsautomaten als Alternative zum Hofladen.

Zeit & Kosten sparen bei der Lebensmittelkennzeichnung

Als Direktvermarkter sind Sie zur Kennzeichnung ihrer Lebensmittel gesetzlich verpflichtet. Das gilt sowohl für vorverpackte als auch für lose Ware.

Mit der Rezeptrechner Software helfen wir Direktvermarktern Zeit und Kosten zu sparen bei der Kennzeichnung und Nährwertberechnung ihrer Lebensmittel. Dazu gibt man die Rezepte (Zutaten und Mengen) in die Software ein. Im Ergebnis bekommst man Nährwerte pro 100g sowie eine vollständige Lebensmitteletiketten mit allen Pflichtangaben. Die Etiketten können als Bildatei (PNG, JPG) oder PDF heruntergeladen und ausgedruckt werden.

Kennzeichnung Lebensmittel im Hofladen verkaufen

Mit der Rezeptrechner Software kannst du im Handumdrehen Lebensmitteletiketten mit allen Pflichtangaben erstellen. Gib dazu lediglich die Zutaten und Mengen deiner Rezepte in die Software ein. 

Kalkulation Hofladen

Um den Vergleich vom Hofladen Betrieb zum Verkaufsautomaten anzustellen, sollten wir uns zunächst einmal mit der Profitabilität vom Hofladen auseinandersetzen. Ich habe hierfür einige Kennzahlen recherchiert und auch einige Annahmen getroffen. Die Zahlen können für den individuellen Betrieb vom Hofladen natürlich stark schwanken. Ich stelle Euch hier aber auch eine Excel Vorlage zur Verfügung, damit ihr eure eigenen Kennzahlen eingeben könnt.

In meinem Rechenbeispiel gehe ich von einem kleinen Hofladen aus, der nicht mehr als 200.000 € pro Jahr erzielt. Als Richtlinie habe ich hierfür die Quelle (https://www.kenndi.de/documents/Broschuere_Hoflaeden.pdf) verwendet.

Um einen Umsatz von 160.000 € pro Jahr zu erzielen, betreibt man den Hofladen vermutlich unter der Woche nur in den Randzeiten (zum Beispiel von 16 – 19 Uhr). Am Samstag wiederum hätte der Hofladen ganztägig von 11-19 Uhr geöffnet.

Das wären dann 104 Verkaufsstunden pro Monat, also ca. eine Vollzeitstelle.

An Wochentagen bin ich von ca. 4 Kunden pro Stunde ausgegangen. Am Wochenende ist vermutlich mehr los. Hier kalkuliere ich mit 7 Kunden pro Stunde.

Demnach besuchen unseren Hofladen als fast 500 Kunden im Monat.

Im Durschnitt gibt jeder Kunde knapp 27 € aus. So erzielen wir einen Jahresumsatz (brutto) von 160.000 €. Nach Abzug der Umsatzsteuer und der Kosten für den Wareneinsatz, bleiben knapp 45.900 € Rohertrag übrig.

Hiervon muss man nun noch die laufenden variablen und Fixkosten abziehen. Zu den laufenden Kosten gehören die Betriebskosten für Energie, Strom, Heizen, Internet, Telefon und Co. Da wir unseren Hofladen auf dem eigenen Gelände betreiben, geh ich nicht davon aus, dass wir eine Miete zahlen müssen. Die Pacht oder die Kosten für den Hof fallen mit und auch ohne Hofladen an. Zu beachten wären noch Personalkosten. Diese darf man nicht außen vor lassen. Auch wenn man selbst häufig im Laden steht, ist das Aufwand, den man sich mit einem Verkaufsautomaten natürlich ersparen kann.

Ich kalkuliere mit 20 € für die Arbeitsstunde.

Hofladen Umsatz und Kosten Rechnung

Was verdient man mit einem Hofladen?

Im Ergebnis lande bei einem zu versteuernden Einkommen (Gewinn vor Steuern) von ca. 17.355€ – 46.000 € pro Jahr.

In Abhängigkeit deiner individuellen Lebensumstände (Steuerklasse, ggf. weiteres Einkommen, Kirchenzugehörigkeit..) wird hierauf ein unterschiedlicher Einkommenssteuersatz angewandt.

Wichtig ist zudem, dass ich hier davon ausgehe, dass du Personal beschäftigst. Wenn du dir selbst einen Stundenlohn als Geschäftsführergehalt auszahlst, dann würde dies dein Einkommen erhöhen und du müsstest auch mehr Einkommenssteuer zahlen.

Es handelt sich hier also wirklich nur um eine einfache Durchschnittskalkulation, die man nutzen kann um die gleiche Rechnung einmal für den Verkaufsautomaten aufzustellen.

Kalkulation Verkaufsautomat

Ich geh in meiner Kalkulation davon aus, dass ein Verkaufsautomat einen geringeren Umsatz abwirft. Das liegt zum einen daran, dass ich vermute, dass weniger Kunden zum Verkaufsautomaten kommen. Einen Wochenendausflug zum Hofladen macht man eher als Kunde als zu einem Automaten, so meine These. Ihr dürft gerne kommentieren und eure eigenen Erfahrungen teilen.

Außerdem geh ich davon aus, dass Kunden am Automaten weniger Geld pro Besuch ausgeben. Während ich im Hofladen mit durchschnittlich 27 € rechne (inklusive Kaffee, Kuchen oder frische Backwaren – siehe auch Brot im Hofladen verkaufen ohne Meister), rechne ich eher nur mit 14 € für den Verkaufsautomaten.

Daraus ergibt sich ein jährlicher Verkaufsautomaten Umsatz von nur knapp 47.000 €. Nach Abzug der Materialkosten bleibt ein Rohertrag von 13.440 € übrig.

Im Gegensatz zum Hofladen fallen bei einem Automaten natürlich deutlich weniger Kosten für den Betrieb an. Vermutlich braucht man ein wenig Strom und ein paar Arbeitsstunden fallen an für das Auffüllen vom Automaten. Wird hierfür ein(e) Mitarbeiter(in) beauftragt, dann müssen die Kosten berücksichtigt werden wie im Rechenbeispiel. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um eine Vollzeitstelle. Unterm Strich bleibt in diesem Falle ein zu versteuerndes Einkommen von 7.400 – 13.400 € pro Jahr.

Beispiel Rechnung Verkaufsautomat für Hofladen

Nährwertkennzeichnung erstellen mit dem Rezeptrechner

Verkaufst du vorverpackte Lebensmittel, dann bist du zur Lebensmittelkennzeichnung verpflichtet. Auf die Verpackung muss ein Etikett mit diversen Pflichtangaben. Wer ausschließlich im lokalen Umfeld Lebensmittel verkaufst, ist unter Umständen noch von der Pflicht zur Nährwertkennzeichnung befreit. In diesem Falle geht man davon aus, dass die Kunden sich über Nährwerte und Inhaltsstoffe bei den Mitarbeitern im Laden informieren können. Bei einem Verkaufsautomaten hingegen ist das nicht möglich.

Mit der Rezeptrechner Software kannst du viel Zeit und Kosten sparen bei der Nährwertberechnung. Das ist gemäß LMIV auch erlaubt. Bei uns bekommst du automatisch auch Zugang zum Bundeslebensmittelschlüssel. Du musst lediglich deine Rezepte (Zutaten und Mengen) in die Software eingeben. Im Ergebnis bekommst du Nährwerte pro 100g, pro Portion und pro Rezept. Du kannst zudem auch direkt die Nährwerttabelle herunterladen und ausdrucken.

Nährwerttabelle Hofladen

Mit der Rezeptrechner Software kannst du viel Zeit und Kosten sparen bei der Nährwertberechnung für deinen Hofladen oder Verkaufsautomaten. Zudem kannst du die Nährwerttabelle automatisch als Bilddatei (PNG, JPG) oder PDF herunterladen und ausdrucken. 

Fazit: Lohnt sich ein Verkaufsautomat als Alternative zum Hofladen?

In der Regel sollte man davon ausgehen, dass man mit einem Verkaufsautomaten nicht den gleichen Umsatz erzielt wie mit einem Hofladen. Das Kundenerlebnis ist ein anderes. Während sich ein Hofladen Besuch auch als Wochenend-Ausflug anbietet, handelt es sich beim Besuch vom Verkaufsautomaten wohl eher um eine Erledigung. Entsprechend geben die Kunden weniger aus am Automaten. Dies führt zu einem Unterschied im Rohertrag von knapp 30.000 € pro Jahr.

Wenn man selbst den Hofladen betreibt, so fallen keine Personalkosten an. Aber dennoch muss die eigene Arbeitskraft eingesetzt werden und man kann in der Zeit nichts anderes tun. Ein Verkaufsautomat kann hier wirtschaftlich Sinn machen um beispielsweise die Wochentage zu entlasten. Da unter der Woche davon auszugehen ist, dass die Kunden tendenziell nur „Besorgungen“ machen, kann der Verkaufsautomat als Ersatz für Öffnungszeiten im Hofladen dienen. Die gesparte Zeit kann man wiederum am Samstag und ggf. auch Sonntag in den Hofladen Betrieb investieren, da dies die umsatzstärksten Tage sind. E

Ergänzend kann man den Hofladen an schönen Sommertagen auch am Freitag Nachmittag noch öffnen.

Zu guter letzt bietet der Hofladen auch noch den Vorteil, dass man den Standort flexibel wählen kann. So kann man beispielsweise eine Fläche pachten mit viel Kundenfrequenz und dadurch den Umsatz steigern. Dann wird zwar eine monatliche Miete oder Pacht fällig, aber unter Umständen steigert dies die Aufmerksamkeit und zieht wiederum auch mehr Kunden für den Hofladen an. Wichtig ist bei der Standortwahl, dass man den Automaten regelmäßig auffüllen muss und somit nicht zu große Entfernungen in Kauf nehmen sollte.

Auch wenn der Verkaufsautomat nicht den gleichen Umsatz generieren wird wie ein Hofladen, hat dieser dennoch einige Vorteil:

Vorteile vom Verkaufsautomaten

  • Rund um die Uhr Verfügbarkeit: Verkaufsautomaten ermöglichen es den Kunden, Produkte jederzeit und an jedem Ort zu kaufen.
  • Geringer Personalaufwand: Im Vergleich zu traditionellen Geschäften entfallen Kosten für Personal, was die Betriebskosten senkt.
  • Effizienz: Automaten können gleichzeitig mehrere Kunden bedienen, was lange Warteschlangen vermeidet und den Verkaufsprozess beschleunigt.

Nachteile von Verkaufsautomaten

  • Begrenzte Produktauswahl: Aufgrund der begrenzten Lagerkapazität können Verkaufsautomaten nicht das gleiche Produktangebot wie traditionelle Geschäfte bieten. (Kuchenverkauf fällt weg, Verkauf von Café fällt weg). Mehr zum Thema Kuchen im Hofladen verkaufen, findest du auch in diesem Artikel.
  • Technische Probleme: Automaten können anfällig für technische Probleme sein, die zu Betriebsunterbrechungen führen können.
  • Kundeninteraktion: Der persönliche Kontakt und die Beratung durch Verkaufspersonal fehlen, was für einige Kunden nachteilig sein kann.

Eine andere Möglichkeit um den Umsatz zu erhöhen, wäre es übrigens, die Lebensmittel online zu verkaufen. Was du dabei beachten solltest, erfährst du in diesem Artikel: Lebensmittel online verkaufen.

Müssen alle Inhaltsstoffe angegeben werden?

Müssen alle Inhaltsstoffe angegeben werden?

Wer Lebensmittel verkauft, der muss sich auch mit der Angabe von Inhaltsstoffen auseinandersetzten. Hier treten häufige Fragen auf, die teilweise gar nicht so pauschal beantwortet werden können. Wer sich fragt, ob alle Inhaltsstoffe in Lebensmitteln angegeben werden müssen, der muss bei der Antwort unterscheiden zwischen verpackten und lose verkaufen Lebensmitteln. Zudem kommt es teilweise auch auf die Menge im Lebensmittel an. In diesem Artikel gebe ich einen Leitfaden, mit dem man schnell und einfach erörtern kann, unter welchen Bedingungen alle Inhaltsstoffe angegeben werden müssen.

Kennzeichnung Inhaltsstoffe für Lebensmittel

Mit dem Rezeptrechner Programm kannst du viel Zeit und Kosten sparen bei der Kennzeichnung der Inhaltsstoffe für Lebensmittel. Du gibst dazu deine Rezepte (Zutaten und Mengen) in die Software ein. Keine Sorge, deine Daten sind sicher und werden nicht an Dritte weiterverkauft. Auf Basis der Mengen und Zutaten werden automatisch die Nährwerte pro 100g und pro Portion berechnet. Außerdem wird eine Liste der Inhaltsstoffe generiert (absteigend nach Reihenfolge). Die Inhaltsstoffe Liste kann in Form von einem Etikett als Bilddatei und/ oder PDF heruntergeladen werden. Ebenso kann eine Liste aller Allergene und Zusatzstoffe für Mitarbeiter in der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung erstellt werden. Und das Beste: Du kannst sofort loslegen.  Heute noch anfangen Zeit und Kosten bei der Kennzeichnung zu sparen.

Inhaltsstoffe angeben für Lebensmittel

Mit dem Rezeptrechner Programm kann man schnell und einfach vollständige Etiketten für Lebensmittel mit Inhaltsstoffe Liste erstellen. 

Inhaltsstoffe angeben – Verpackte oder lose Lebensmittel?

Du solltest du dich fragen, ob du verpackte oder lose Lebensmittel verkaufst. Das macht einen Unterschied im Bezug auf die Angabe der Inhaltsstoffe. Lass mich dies etwas genauer erläutern.

Verpackte Lebensmittel (Etikett)

Für verpackte Lebensmittel müssen Inhaltsstoffe als Teil vom Etikett angegeben werden. Abgesehen von weiteren Pflichtangaben auf Etiketten, sind hier wirklich alle Inhaltsstoffe anzugeben. Die Inhaltsstoffe sind in Form einer Zutatenliste (auch Zutatenverzeichnis) anzugeben (siehe auch LMIV Zutatenliste).

  • Zutatenliste: Alle Zutaten, einschließlich deklarationspflichtiger Zusatzstoffe, müssen in absteigender Reihenfolge ihres Gewichts aufgeführt werden (siehe auch deklarationspflichtige Inhaltsstoffe).
  • Allergene: Sie müssen klar identifiziert und in einer anderen Schriftart hervorgehoben werden
  • Nährwerttabelle: Die Nährwerte müssen ebenfalls angegeben werden. Die Nährwertkennzeichnung hat nichts direkt mit den Inhaltsstoffen zu tun. Dennoch sprechen die Leute manchmal auch von einer Inhaltsstoffe Tabelle.

Die Antwort für verpackte Lebensmittel lautet also:

Ja, für verpackte Lebensmittel müssen alle Inhaltsstoffe angegeben werden.

Mit dem Rezeptrechner Programm sparst du dir das Inhaltsstoffe analysieren lassen.

Beispielaufstellung auf einem Etikett

Zutaten: Wasser, Zucker, Apfelsaftkonzentrat (10%), Kohlensäure, Säuerungsmittel (Citronensäure), Aroma, Konservierungsstoff (Kaliumsorbat).Enthält: SULFITE.

Inhaltsstoffe auch bei zusammengesetzten Lebensmitteln angeben

Bei zusammengesetzten Lebensmitteln, die als Zutat in einem anderen Lebensmittel verwendet werden, müssen zudem auch die Bestandteile des zusammengesetzten Lebensmittels in Klammern aufgeführt werden. Dies dient dazu, dem Verbraucher vollständige Informationen über alle Inhaltsstoffe zu geben, einschließlich derer, die in zusammengesetzten Zutaten enthalten sind.

Angenommen, du hast ein Fertiggericht, das eine Soße enthält, und die Soße ist ein zusammengesetztes Lebensmittel mit eigenen Zutaten. Das Etikett könnte wie folgt aussehen:

Zutaten: Nudeln (WEIZENmehl, Wasser, EIER), Tomatensoße (Wasser, Tomatenmark, Zucker, Salz, Oregano, Knoblauch), Rinderhackfleisch, Zwiebeln, Käse (MILCH, Salz, Starterkulturen, Lab), Olivenöl.

Enthält: GLUTEN, EIER, MILCH.

In diesem Beispiel:

  • Die Nudeln und die Soße sind zusammengesetzte Lebensmittel. Ihre spezifischen Zutaten sind in Klammern aufgeführt.
  • Allergene wie “WEIZEN”, “EIER” und “MILCH” sind direkt nach den zusammengesetzten Lebensmitteln, aus denen sie stammen, angegeben.
  • Die Allergeninformation wird am Ende nochmals zusammengefasst, um die Klarheit für den Verbraucher zu erhöhen.

Dieses Verfahren gewährleistet, dass Verbraucher genau wissen, was in jedem Teil des Lebensmittels enthalten ist, auch wenn es zusammengesetzte Zutaten gibt.

Hierfür gibt es nur eine kleine Ausnahme: Wenn die zusammengesetzte Zutat weniger als 2% vom Gesamtgewicht vom Lebensmittel ausmacht (z.B. Gewürzmischung), muss die sub-Zutatenliste nicht mehr mit angegeben werden.

Ausnahme für Inhaltsstoffe angeben: Hilfsstoffe

Hilfsstoffe, die bei der Herstellung verwendet, aber vor der Verpackung des Endprodukts entfernt werden, müssen in der Regel nicht aufgeführt werden. Ein gutes Beispiel hierfür wäre Knochenbrühe. Wenn die Knochen vor dem Verpacken entfernt werden und nicht im Endprodukt enthalten sind, müssen sie in vielen Rechtsordnungen nicht als Zutat aufgeführt werden.

Die Zutatenliste für eine Knochenbrühe, bei der Hilfsstoffe nicht aufgeführt werden müssen, könnte sehr einfach und direkt sein. Hier ist ein Beispiel:

Zutaten: Wasser, Rinderknochen, Karotten, Zwiebeln, Sellerie, Meersalz, Lorbeerblätter, schwarzer Pfeffer.

Enthält: SELLERIE.

Die Knochen, obwohl sie ein wesentlicher Bestandteil des Kochprozesses sind, werden nicht als Hilfsstoff betrachtet, da sie zur Herstellung der Brühe benötigt werden und ihre Mineralien und Aromen in der fertigen Brühe verbleiben, auch wenn die festen Teile entfernt werden.

Allergene, wie “SELLERIE”, werden hervorgehoben, um die Sicherheit der Verbraucher zu gewährleisten.

Es wird nur das Endprodukt beschrieben, die Inhaltsstoffe, die beim Kochen verwendet, aber vor dem Verpacken entfernt werden (z. B. Knochen), sind aufgeführt, da ihre essentiellen Bestandteile im Endprodukt verbleiben.

Etikett mit Inhaltsstoffe Liste erstellen

Mit dem Rezeptrechner Programm kannst du schnell Lebensmittel Etiketten mit Nährwerttabelle und einer Inhaltsstoffe Liste erstellen. Beim Generieren der Liste werden die LMIV Anforderungen automatisch berücksichtigt. Das bedeutet: Es wird auf die Reihenfolge der Zutaten sowie die Kennzeichnung der Allergene und Zusatzstoffe geachtet. Die Etiketten können als Bilddatei (PNG, JPG) oder PDF heruntergeladen werden. Mit einem passenden Etikettendrucker können Selbstvermarkter die Etiketten sogar selber drucken. Die Software richtet sich an kleinere Betriebe, die keine komplexen Warenwirtschaftssysteme benötigen.

Müssen Inhaltsstoffe angegeben werden auf der Speisekarte?

Mit dem Rezeptrechner Programm kann man schnell und einfach ein PDF generieren für alle Rezepte mit Inhaltsstoffe Liste und Kennzeichnung der Allergene und Zusatzstoffe. Diese Liste kann genutzt werden, damit die Mitarbeiter auf Nachfragen von Kunden reagieren können. 

Lose Lebensmittel (Speisekarte, Speiseplan)

Eine vollständige Zutatenliste wie bei verpackten Lebensmitteln ist für lose Ware nicht erforderlich. Die Antwort für Speisekarte und/ oder Speiseplan lautet also:

Auf der Speisekarte (Gastronomie) und/ oder dem Speiseplan (Gemeinschaftsverpflegung) müssen nicht alle Inhaltsstoffe angegeben werden.

Die Hauptallergene und bestimmte andere spezifizierte Informationen (zum Beispiel, ob das Produkt Alkohol enthält) müssen jedoch angegeben werden.

Ein Gericht auf einer Speisekarte oder einem Speiseplan könnte wie in den folgenden Beispielen dargestellt werden:

Rindergulasch mit Kartoffelknödeln und Rotkohl.

Enthält: GLUTEN, EIER, SELLERIE, SENF.

Hausgemachte Lasagne mit Rinderhackfleisch, Tomatensauce, Bechamelsauce und Käse.

Enthält: GLUTEN, MILCH, EIER.

Es werden nur die Allergene hervorgehoben, die in den Speisen enthalten sind. Eine vollständige Zutatenliste wird nicht bereitgestellt. Der Betrieb muss sicherstellen, dass das Personal über die enthaltenen Allergene informiert ist, falls Gäste nachfragen oder Informationen benötigen.

Speiseplan mit Allergenkennzeichnung erstellen

Mit dem Rezeptrechner Programm können Betriebe in der Gemeinschaftsverpflegung Zeit und Kosten sparen beim Erstellen der Allergenkennzeichnung. Es können sowohl Listen für die Allergene pro Mahlzeit oder Gericht erstellt werden. Diese PDFs dienen den Mitarbeitern als Nachschlagewerk um auf Kundenanfragen zu reagieren. Ebenso kann man einen Speiseplan erstellen mit automatischer Kennzeichnung der Allergene und Inhaltsstoffe Liste.

Inhaltsstoffe Liste angeben für Speiseplan

Mit dem Rezeptrechner Programm kann man schnell und einfach auch eine Speiseplan Vorlage als PDF gefüllt mit eigenen Gerichten und Rezepten erstellen. Auch hier wird automatisch eine Liste der Inhaltsstoffe sowie die Allergenkennzeichnung generiert. 

Zusammenfassung: Inhaltsstoffe angeben

  • Verpackte Lebensmittel: Es besteht eine strikte Anforderung, alle Zutaten sowie spezifische Produktinformationen auf dem Etikett anzugeben. Dies schließt die genaue Menge jeder Zutat, Allergene, das Mindesthaltbarkeitsdatum und spezifische Lageranforderungen ein.
  • Lose Lebensmittel: Die Anforderungen können variieren, aber die Kennzeichnung von Allergenen ist in der Regel ein Muss. Die vollständige Zutatenliste ist nicht immer erforderlich, und es gibt mehr Flexibilität in der Art und Weise, wie Informationen präsentiert werden können.
Zutaten fehlen – was tun?

Zutaten fehlen – was tun?

Du möchtest schnell Nährwerte für deine Rezepte berechnen? Hier erfährst du, wie das schnell & einfach geht mit dem Rezeptrechner.

Kostenlos Registrieren & Anmelden

Vermutlich hast du bereits das kostenlose Nährwertberechnungsprogramm Rezeptrechner Online gesehen. Diese Software verwendest du am besten über den Browser am PC, Laptop oder Tablet. Hier kannst du dich kostenlos registrieren. Nachdem du dich registriert hast, bekommst du eine E-Mail zur Freischaltung. Klicke den Link in der E-Mail. Solltest du die E-mail nicht erhalten, schau zunächst im Spam Ordner nach. Sofern du dort nichts findest, schreibe eine Nachricht an [email protected]. Nachdem du dich freigeschaltet hast, kannst du dich anmelden.

Rezepteingabe und Nährwerte berechnen

Um ein erstes Rezept anzulegen, öffne die Startseite und schau dir mein 6min Video zum kostenlosen ausprobieren an.

Zutaten fehlen?

Wenn dir Zutaten fehlen, hast du verschiedene Möglichkeiten, die ich im folgenden genauer erläutere. Schau dir entweder meine Video Anleitung zu diesem Thema an oder schau dir die Bilder hier an.

1. Scrollen oder andere Bezeichnung wählen

Manchmal reicht es nach einer anderen Bezeichnung zu suchen (z.B. statt “Schweineschulter”, suche nach “Schwein Schuler” oder gib erst einmal nur “Schwein” ein und schau dir an, welche Optionen wir in der Datenbank finden. Achte darauf, dass du innerhalb der Eingabemaske auch nach unten scrollen kannst um mehr Zutaten zu sehen.

2. Eigene Zutaten mit eigenen Nährwertangaben eingeben (kostenlos)

Du kannst eigene Zutaten mit eigenen Nährwerten im Account hinterlegen. Wähle dazu das Symbol “Eigene Zutatenliste” auf der linken Seite im Menü aus. Tippe die Nährwertangaben pro 100g von der Lebensmittelverpackung ab und gib diese ein. Speichere die eigene Zutat und geh im Anschluss zurück zur Startseite.

Rezeptrechner Zutaten
Rezeptrechner- Zutaten eingeben

3. BLS nutzen mit > 10.000 Zutaten (PRO Business)

Mit der kostenlosen Variante vom Rezeptrechner Online bekommst du nur Zugang zu ca. 1.000 Zutaten. Mit dem Rezeptrechner PRO Business bekommst du Zugang zu weiteren 10.000 Zutaten mit dem Bundeslebensmittelschlüssel. Bist du Rezeptrechner PRO Business Nutzer, so kannst du den Schalter umlegen und so auf den BLS zugreifen. Bist du noch kein PRO Business Nutzer, dann führe hier das upgrade durch.

BLS Datenbank Rezeptrechner Online

4. Eigene Zutaten (PRO Business)

Mit dem PRO Business Zugang bekommst du eine deutlich modernere Eingabemaske, über die du die Nährwerte gemäß Nährwerttabelle abtippen kannst und weitere Angaben (Preise, Artikelnummer, Lieferant etc.) ergänzen kannst. Zudem profitierst du von vielen weiteren Vorteilen und Funktionen im Rezeptrechner PRO Business (Etiketten erstellen, Nährwerttabelle ausdrucken, Preiskalkulation etc).

Zutaten eingeben Rezeptrechner PRO Business

Video Anleitung: Zutaten fehlen?

Schau dir die kurze 5min Video Anleitung an, in denen du noch einmal in “bewegten Bildern” die einzelnen Optionen erläutert siehst, die du nutzen kannst, wenn Zutaten fehlen. 

Passwort vergessen?

Falls du dein Passwort vergessen hast, kannst du über den Anmelden Link auch ein neues Passwort erstellen (siehe Anmelden –> Passwort vergessen). Im Anschluss kannst du starten und dein erstes Rezept anlegen und speichern.

Was muss auf einem Etikett stehen?

Was muss auf einem Etikett stehen?

Die Etikettierung von verpackten Lebensmitteln ist ein entscheidendes Element, um die Verbraucher über den Inhalt und die Eigenschaften des Produkts zu informieren. Sie dient nicht nur der Transparenz, sondern ist auch gesetzlich vorgeschrieben. In diesem Artikel werfen wir einen detaillierten Blick darauf, welche Informationen Pflicht sind und welche Angaben optional auf dem Etikett stehen können.

Jetzt Lebensmittel Etiketten erstellen

Mit dem Rezeptrechner Programm kann man viel Zeit und Kosten beim Erstellen von Lebensmittel Etiketten sparen. Nach Rezepteingabe erfolgt automatisch die Nährwertberechnung pro 100g. Es wird eine Nährwerttabelle im richtigen Format generiert. Zudem werden auch die anderen Pflichtangaben (z.B. Zutatenliste, Allergene, Zusatzstoffe) generiert. Das Layout für das Etikett kann individuell angepasst werden. Zudem können freiwillige Zusatzangaben gemacht werden. Die Etiketten werden dann als Bilddatei (PNG, JPG) oder PDF heruntergeladen und mit Hilfe eines Etikettendruckers selber ausgedruckt. Und das Beste: Man kann sofort loslegen und starten. Eine Jahreslizenz für den Rezeptrechner PRO Business kann direkt online erworben werden.

Software zur Lebensmittel Kennzeichnung

Mit dem Rezeptrechner PRO Business kann man direkt vollständige Etiketten mit allen Pflichtangaben für Lebensmittel erstellen. 

Pflichtangaben – Diese sollten auf einem Etikett stehen

Die Pflichtangaben auf Etiketten müssen klar, deutlich und leicht lesbar sein. Sie dienen dem Schutz der Verbraucher und ihrer informierten Wahl.

Die folgenden Angaben müssen auf einem Lebensmitteletikett stehen:

  • Produktbezeichnung: Der Name des Produkts sollte seine Natur und den physischen Zustand oder die spezifische Behandlung, die es durchlaufen hat, klar darstellen.
  • Zutatenliste: Alle Zutaten und Zusatzstoffe müssen in absteigender Reihenfolge ihres Gewichts aufgeführt werden.
  • Nettofüllmenge: Die Menge des Lebensmittels im Paket muss klar angegeben sein.
  • Mindesthaltbarkeitsdatum oder Verbrauchsdatum: Dies informiert den Verbraucher darüber, bis wann das Produkt sicher zu konsumieren ist.
  • Anweisungen zur Aufbewahrung und/oder Verwendung: Diese sind erforderlich, wenn sie notwendig sind, um das Produkt sicher und angemessen zu konsumieren.
  • Name und Adresse des Herstellers oder Verpackers: Diese Informationen gewährleisten, dass die Verbraucher wissen, von wo das Produkt stammt.
  • Nährwertdeklaration: Diese sollte den Energiegehalt sowie die Menge an Fett, gesättigten Fettsäuren, Kohlenhydraten, Zucker, Protein und Salz je 100 g oder 100 ml enthalten.

Für bestimmte Lebensmittel sind dann noch weitere Angaben erforderlich:

  • Ursprungsland oder Herkunftsort: Dies ist erforderlich, wenn dessen Fehlen den Verbraucher irreführen könnte.
  • Alkoholgehalt: Dies ist für Getränke, die mehr als 1,2 Volumenprozent Alkohol enthalten, verpflichtend.

Die hier aufgeführten Angaben gehören zu den Pflichtangaben auf Verpackungen gemäß der Lebensmittelkennzeichnungsverordnung (LMIV). Darüber hinaus gibt es aber noch weitere freiwillige Angaben, die unter gewissen Bedingungen Sinn machen können.

Etikett für Lebensmittel mit allen Angaben

Freiwillige Angaben – Diese können auf einem Etikett stehen:

Zusätzlich zu den Pflichtangaben entscheiden sich viele Hersteller dafür, weitere Informationen bereitzustellen, um die Verbraucher besser über ihre Produkte zu informieren. Dazu gehören:

  • Nährwertangaben: Zusätzliche Informationen über Vitamine, Mineralien und andere Nährstoffe, die nicht gesetzlich vorgeschrieben sind.
  • Gesundheits- und Nährwertansprüche: Aussagen über die gesundheitlichen Vorteile des Produkts oder seine Rolle in einer ausgewogenen Ernährung, sofern sie wissenschaftlich belegt und genehmigt sind.
  • Umwelt- und ethische Kennzeichnungen: Sie wie Fairtrade, Bio oder umweltfreundliche Verpackungen.
  • Zubereitungstipps: Hinweise oder Rezepte zur Zubereitung des Produkts.
  • QR-Codes oder Websites: Diese können für weitere Informationen, Rezepte oder Interaktionen mit dem Hersteller gescannt oder besucht werden.

Die Etikettierung von Lebensmitteln ist ein kritischer Schritt, um die Sicherheit, Qualität und Integrität der Produkte zu gewährleisten, die an die Verbraucher verkauft werden. Das Verständnis der Pflicht- und freiwilligen Angaben stellt sicher, dass sowohl die rechtlichen Anforderungen erfüllt werden als auch dass die Verbraucher informiert und engagiert bleiben. Ein klares, informatives und ehrliches Etikett bildet die Basis für das Vertrauen und die Loyalität der Kunden gegenüber einer Marke.

Wie genau müssen Inhaltsstoffe auf dem Etikett angeben werden?

Die Inhaltsstoffe in Lebensmitteln werden auf dem Etikett in der Zutatenliste aufgeführt. Dabei gibt es klare Regeln, wie diese angeordnet und dargestellt werden müssen. Hier sind die Grundlagen, wie man die Inhaltsstoffe auf einem Etikett ordnet:

Absteigende Reihenfolge des Gewichts

Inhaltsstoffe werden in absteigender Reihenfolge ihres Gewichts zum Zeitpunkt der Herstellung aufgelistet. Das bedeutet, dass die Zutat, die am meisten im Produkt vorhanden ist, zuerst aufgelistet wird, gefolgt von der nächsten Zutat und so weiter.

Ein Apfelsaftetikett könnte so aussehen:

Beispiel Zutatenliste: Apfelsaft (95%), Zucker (4%), Konservierungsstoffe (1%).

Allergene Kennzeichnung:

Allergene Substanzen oder Produkte müssen hervorgehoben werden, z.B. durch Fettdruck, Großbuchstaben oder Unterstreichungen, um Allergiker auf potenziell gefährliche Inhaltsstoffe aufmerksam zu machen.

Beispiel Zutatenliste: Wasser, WEIZENmehl, Zucker, HÜHNEREI, Backpulver.

 

Zusatzstoffe und E-Nummern:

Zusatzstoffe können entweder durch ihren spezifischen Namen oder ihre E-Nummer aufgeführt werden (siehe auch deklarationspflichtige Inhaltsstoffe).

Beispiel Zutatenliste: Wasser, Zucker, Geliermittel (Pektin, E440).

 

Quantitative Zutatenaufstellung (QUID):

Für bestimmte Produkte kann es notwendig sein, den prozentualen Anteil einer Zutat anzugeben, insbesondere wenn die Zutat im Namen des Produkts enthalten ist oder hervorgehoben wird.

Beispiel Zutatenliste: Erdbeerjoghurt: Zutaten: Joghurt (80%), Erdbeeren (15%), Zucker, Aroma.

 

Weitere spezifische Informationen:

Je nach Produkt und Region können auch zusätzliche Informationen erforderlich sein, z.B. Gentechnik, Bio-Qualität, Herkunft der Zutaten etc.

Beispiel Zutatenliste: SOJAmehl (GVO-frei), Rohrzucker (Bio), natürliches Vanillearoma.

 

Teilweise wird zudem noch von einer Inhaltsstoffe Tabelle für Lebensmittel gesprochen. Faktisch ist damit die Nährwertkennzeichnung sowie das Erstellen der Nährwerttabelle gemeint.

Die korrekte und klare Auflistung der Inhaltsstoffe ist nicht nur rechtlich verbindlich, sondern fördert auch das Vertrauen der Konsumenten in die Produkte und die Marke.

Etikett für Lebensmittel selber drucken

Das Selberdrucken von Lebensmitteletiketten kann eine kostengünstige und flexible Option für Selbstvermarkter und kleine Unternehmen sein. Hier sind die Schritte, die du beachten solltest, um Lebensmitteletiketten selbst zu drucken:

1. Entscheidung für den passenden Drucker:

  • Entscheide dich, basierend auf deinem Volumen und den spezifischen Bedürfnissen deiner Produkte, für einen Etikettendrucker. Berücksichtige Faktoren wie Druckgeschwindigkeit, Qualität und die unterstützten Etikettengrößen.

2. Wahl des Etikettenmaterials:

  • Wähle ein Etikettenmaterial, das sowohl zu deinem Produkt als auch zum Drucker passt. Beachte dabei die Haltbarkeit, die Klebekraft und die Widerstandsfähigkeit gegenüber äußeren Einflüssen.

3. Design des Etiketts:

  • Erstelle ein Design für dein Etikett. Dabei musst du sicherstellen, dass alle erforderlichen Informationen enthalten sind und die Gestaltung ansprechend ist. Nutze geeignete Software, um das Design zu erstellen und anzupassen.
Etiketten für Lebensmittel selber drucken

Wie sollte das Etikett auf dem Lebensmittel angebracht werden?

Die Anbringung des Etiketts auf einem Lebensmittelprodukt muss bestimmten Standards und Best Practices folgen, um sicherzustellen, dass die Informationen für die Verbraucher leicht zugänglich und lesbar sind. Hier sind die Schlüsselkriterien, die du beachten solltest:

  • Sichtbarkeit: Das Etikett sollte an einer sichtbaren Stelle der Verpackung angebracht werden. Es sollte nicht verdeckt oder schwer zu finden sein.
  • Lesbarkeit: Die Schriftgröße und der Kontrast sollten so gewählt werden, dass die Informationen auf dem Etikett leicht lesbar sind.
  • Haltbarkeit: Das Etikett sollte sicher befestigt sein und den Transport, die Lagerung und die Handhabung überstehen, ohne abzufallen oder unlesbar zu werden.
  • Material und Adhäsion: Das Material des Etiketts und des Klebstoffs sollte für die Art der Verpackung und die Lagerungsbedingungen geeignet sein.

Beispiele für die Anbringung von Etiketten

  • Verpackte Lebensmittel: Das Etikett kann auf der Vorderseite, der Rückseite oder der Seite der Verpackung angebracht werden. Bei transparenten Verpackungen sollte darauf geachtet werden, dass das Etikett den Blick auf das Produkt nicht unangemessen einschränkt.
  • Flaschen oder Gläser: Etiketten können auf dem Körper oder dem Deckel der Flasche oder des Glases angebracht werden. Bei Getränken ist oft ein Etikett auf der Vorderseite für die Marke und ein weiteres auf der Rückseite für Nährwertinformationen, Zutaten und rechtliche Hinweise üblich.
  • Frische oder lose Lebensmittel: Bei Produkten, die in Behältern oder Kisten verkauft werden, sollte das Etikett sicher an der Außenverpackung befestigt sein.
Etiketten für Lebensmittel Angaben
Etikettendrucker für Selbstvermarkter

Etikettendrucker für Selbstvermarkter

Für Selbstvermarkter, die sich entscheiden, ihre Lebensmitteletiketten selbst zu drucken, ist die Auswahl des richtigen Lebensmittel Etikettendruckers entscheidend. Das Ziel sollte sein, qualitativ hochwertige und professionelle Etiketten zu produzieren. In diesem Artikel möchte ich einmal auf die wichtigsten Kriterien bei der Wahl eines passenden Druckers für Lebensmittel eingehen. Mit Hilfe der Rezeptrechner Software kannst du viel Zeit und Kosten bei der Lebensmittelkennzeichnung und Nährwertberechnung sparen. Im Ergebnis kannst du vollständige Etiketten mit allen Pflichtangaben erstellen und als Bilddatei oder PDF herunterladen. Mit dem passenden Etikettendrucker von Brother kannst du diese Etiketten dann auch selber ausdrucken. 

Jetzt Etiketten selber drucken

Mit dem Etiketten Generator vom Rezeptrechner können Rezeptrechner PRO Business Nutzer viel Zeit und Kosten sparen bei der Kennzeichnung ihrer Lebensmittel. Dazu gehört nicht nur die Berechnung der Nährwerte und das Erstellen der einer Zutatenliste. Mit der Software können vollständige Etiketten mit allen Pflichtangaben erstellt werden. Die Etiketten können im Anschluss als Bilddatei oder PDF heruntergeladen und mit dem passenden Etikettendrucker für Selbstvermarkter von Brother ausgedruckt werden.

Selbstvermarkter Software

Mit der Rezeptrechner Software kann die vollständige Lebensmittelkennzeichnung gemäß LMIV schnell und einfach durchgeführt werden. Das Ergebnis sind Etiketten, die als Bilddatei (PNG, JPG) heruntergeladen und mit einem passenden Etikettendrucker von Brother ausgedruckt werden können.

Kriterien zur Wahl des richtigen Etikettendruckers für Selbstvermarkter

Produktionsmenge

Empfehlung: Analysieren Sie das Volumen und die Vielfalt der Produkte, die Sie etikettieren müssen. Für kleine Mengen und Vielfalt ist ein flexibler und anpassbarer Drucker ideal. Bei größeren Mengen könnten effizientere Modelle mit höherer Druckgeschwindigkeit bevorzugt werden.

Für kleine Produktionsmengen (z.B. weniger als 500 Einheiten pro Monat) und eine Vielzahl von Produkten kann ein eigener Etikettendrucker eine kosteneffektive und flexible Lösung sein. Der Vorteil liegt hier insbesondere in der Kosteneffizienz und Flexibilität bei Anpassungen oder Veränderungen der Produktinformationen oder -varianten.

Für mittlere Produktionsmengen (500 – 5000 Einheiten pro Monat) ist häufig ein Hybridansatz empfehlenswert. Für standardisierte Etiketten kann der professionelle Druck gewählt werden, während für spezialisierte oder saisonale Produkte der eigene Druck sinnvoll sein kann.

Für größere Betriebe mit sehr großen Produktionsmengen (über 5000 Einheiten pro Monat) läuft es meist auf den professionellen Druck hinaus. Das liegt zum einen an der Effizienzsteigerung, die hier häufig erforderlich ist. Zudem ist es mit wachsender Professionalität umso wichtiger auch eine konsistente Qualität bei der Verpackung und den Etiketten abzuliefern.

Video: Wie kann man Lebensmittel Etiketten selber drucken?

In dem folgenden Video zeige ich dir Schritt für Schritt, wie man als Selbstvermarkter mit Hilfe vom TD4 Brother Etikettendrucker und der Rezeptrechner Software schnell und einfach Lebensmittel Etiketten selber drucken kann. Mehr dazu erfährst du auch im Artikel: Wie Lebensmittel Etiketten selber drucken?

Drucktechnologie

Die Drucktechnologie ist wichtig, da diese über das Material und die Haltbarkeit der Etiketten entscheidet. Grundsätzlich werden zwei Drucktechnologien unterschieden auf die ich im folgenden etwas genauer eingehen möchte.

Thermodirektdruck

Der Thermodirektdruck verwendet hitzeempfindliches Papier oder Etikettenmaterial. Während des Druckvorgangs wird das Papier über einen Druckkopf geführt, der durch Hitze aktiviert wird. Die Wärme verursacht eine chemische Reaktion im Material, wodurch es sich verfärbt und das gewünschte Bild oder den Text erzeugt.

Vorteile:

  • Schneller Druck: Dieser Prozess ist in der Regel schneller, da er weniger Schritte und Materialien erfordert.
  • Kostengünstig: Es sind keine Farbbänder oder Tinten erforderlich, wodurch die laufenden Kosten reduziert werden.
  • Einfachheit: Einfacher in der Wartung und Handhabung.

Nachteile:

  • Haltbarkeit: Die Etiketten sind weniger beständig gegen Umwelteinflüsse wie Licht, Wärme und Feuchtigkeit.
  • Farboptionen: In der Regel sind die Druckoptionen auf Schwarz-Weiß beschränkt.

Geeignet ist diese Art von Drucker für Lebensmittel, die innerhalb kurzer Zeit konsumiert werden, wie z.B. frische Lebensmittel in Supermärkten oder Bäckereien. Außerdem ist ein Thermodirekt Etikettendrucker für Selbstvermarkter geeignet, die Verpackungen verwenden, die keiner starken Sonneneinstrahlung oder Wärme ausgesetzt sind.

Thermodirektdruck Lebensmittel

Jetzt Etiketten selber drucken

Mit dem Etiketten Generator vom Rezeptrechner können Rezeptrechner PRO Business Nutzer viel Zeit und Kosten sparen bei der Kennzeichnung ihrer Lebensmittel. Dazu gehört nicht nur die Berechnung der Nährwerte und das Erstellen der einer Zutatenliste. Mit der Software können vollständige Etiketten mit allen Pflichtangaben erstellt werden. Die Etiketten können im Anschluss als Bilddatei oder PDF heruntergeladen und mit dem passenden Etikettendrucker für Selbstvermarkter von Brother ausgedruckt werden.

Selbstvermarkter Software

Mit der Rezeptrechner Software kann die vollständige Lebensmittelkennzeichnung gemäß LMIV schnell und einfach durchgeführt werden. Das Ergebnis sind Etiketten, die als Bilddatei (PNG, JPG) heruntergeladen und mit einem passenden Etikettendrucker von Brother ausgedruckt werden können.

Thermotransferdruck

Der Thermotransferdruck verwendet ein Farbband und Wärme, um das Etikett zu bedrucken. Der Druckkopf erhitzt das Farbband, und die Farbe wird auf das Etikettenmaterial übertragen und bildet so das gewünschte Bild oder den Text.

Vorteile:

  • Haltbarkeit: Die Etiketten sind beständiger gegen Umwelteinflüsse wie Licht, Wärme und Feuchtigkeit.
  • Qualität: Sie bieten eine höhere Druckqualität und sind in der Lage, detailliertere und farbenfrohere Bilder zu erzeugen.
  • Flexibilität: Sie können auf einer Vielzahl von Materialien drucken.

Nachteile:

  • Kosten: Höhere laufende Kosten aufgrund des Farbbandverbrauchs.
  • Geschwindigkeit: Kann langsamer sein als der Thermodirektdruck.

Ein Thermotransferdrucker ist insbesondere geeignet für Produkte, die eine längere Haltbarkeit erfordern, wie z.B. Konserven, Getränkeflaschen oder Tiefkühlkost. Außerdem können Selbstvermarkter einen Thermotransfer Etikettendrucker einsetzen für Produkte, die eine höhere Qualität und Ästhetik der Etiketten erfordern, z.B. Premium- oder Gourmet-Produkte.Die Wahl zwischen Thermodirektdruck und Thermotransferdruck hängt von den spezifischen Anforderungen der Produkte und der Verpackung ab. Für kurzfristige, kostengünstige und einfache Anwendungen ist der Thermodirektdruck oft ausreichend. Für höhere Qualitäts-, Haltbarkeits- und Ästhetikanforderungen ist der Thermotransferdruck die bessere Option. Bei der Entscheidung sollten auch Faktoren wie die laufenden Kosten, die Wartung und die Umweltbedingungen, unter denen die Produkte gelagert und verkauft werden, berücksichtigt werden

Etikettengröße und -form

Die Etikettengröße hängt stark von der Art der Lebensmittelverpackung, dem Inhalt und den rechtlichen Anforderungen ab. Hier sind einige typische Etikettengrößen und ihre Anwendungen im Lebensmittelbereich.

Kleine Etiketten (zum Beispiel 25mm x 50mm):
  • Anwendung: Ideal für kleinere Artikel wie Gewürzgläser, kleine Marmeladengläser oder Mini-Snack-Packungen (siehe auch Etikettendrucker Direktvermarktung)
  • Etikettendrucker Rollenbreite: Die Rollenbreite sollte ausreichend sein, um ein 25mm breites Etikett aufzunehmen, zum Beispiel eine Rollenbreite von 30mm.
Mittlere Etiketten (zum Beispiel 75mm x 125mm):
  • Anwendung: Passend für mittelgroße Verpackungen, beispielsweise Saftflaschen, Konservendosen oder verpackte Backwaren.
  • Etikettendrucker Rollenbreite: Für diese Etikettengröße wäre eine Rollenbreite von mindestens 80mm angebracht.

Als Selbstvermarkter kommen vermutlich in erster Linie kleine und mittlere Etikettengrößen in Frage, somit eignet sich ein 2-4 Zoll Etikettendrucker, der eine maximale Breite von 56 bis 102mm aufweist.

Große Etiketten (zum Beispiel 125mm x 200mm):
  • Anwendung: Geeignet für größere Verpackungen oder Bulk-Produkte, z.B. große Getreidebeutel, Kisten oder Kartons.
  • Etikettendrucker Rollenbreite: Eine Rollenbreite von mindestens 130mm ist erforderlich, um solche Etiketten aufzunehmen

Insgesamt kann ein breiter Etikettendrucker eine vielseitige Option sein, besonders wenn du planst, eine Vielzahl von Produktgrößen anzubieten oder flexibel auf Marktänderungen zu reagieren. Berücksichtige jedoch auch den Materialverbrauch. Stelle sicher, dass der Drucker effizient arbeitet und kein übermäßiger Materialverbrauch entsteht, wenn du schmalere Etiketten druckst. Zudem solltest du dich informieren, wie einfach es ist, den Drucker für verschiedene Etikettenbreiten einzurichten und zu justieren. Manche Drucker ermöglichen einen schnellen und einfachen Wechsel, während andere mehr Zeit und Aufwand erfordern können.

Etiketten für Lebensmittel selber drucken
Etikettendrucker Brother für Lebensmittel 4 Zoll
Lebensmittel Kennzeichnung Etikettendrucker

Kosten für den Etikettendrucker

Die Kosten für einen Etikettendrucker und das Verbrauchsmaterial können variieren, abhängig von der Drucktechnologie, den Funktionen des Druckers, der Qualität der Etiketten und anderen Faktoren. Hier ist eine allgemeine Übersicht, mit der du rechnen kannst.

Einstiegsmodelle:

  • Preis: Zwischen 100€ und 500€.
  • Eigenschaften: Ideal für den Druck kleiner Mengen, weniger Funktionen, in der Regel Thermodirektdrucktechnologie.

Mittelklassemodelle:

  • Preis: Zwischen 500€ und 1.500€.
  • Eigenschaften: Bieten mehr Funktionen, höhere Druckgeschwindigkeit, können oft sowohl Thermodirekt- als auch Thermotransferdruck unterstützen.

Selbstvermarkter sollten in der Regel mit knapp 500 € an Kosten für einen vernünftigen Etikettendrucker und entsprechendes Verbrauchsmaterial rechnen.

Professionelle Modelle:

  • Preis: Über 1.500€.
  • Eigenschaften: Für hohes Druckvolumen, vielseitige Funktionen, hohe Druckgeschwindigkeit und -qualität, erweiterte Anpassungsmöglichkeiten.

In dem folgenden Artikel vergleiche ich 2 Etikettendrucker Modelle von Brother zeige dir, welcher Drucker für welche Lebensmittel besser geeignet ist: Welcher Etikettendrucker für Lebensmittel?

Kosten für Verbrauchsmaterial (Etikettenrollen):

Die Kosten für Etikettenrollen hängen von der Größe, dem Material und der Menge ab, die du kaufst. Hier sind allgemeine Schätzungen:

  • Preis: Zwischen 10€ und 100€ pro Rolle.
  • Faktoren: Die Kosten variieren je nach Größe der Etiketten, Qualität des Materials, ob es sich um Thermodirekt- oder Thermotransferetiketten handelt, und der Gesamtmenge der Rollen, die du kaufst

Denke daran, dass eine kluge Investition in die Qualität und Zuverlässigkeit des Druckers und der Materialien sich langfristig auszahlen kann, insbesondere in Bezug auf die Konsistenz und Professionalität der Etiketten, die ein kritischer Aspekt der Produktpräsentation und Markenbildung sind.

Weitere Tipps zur Digitalisierung der Gemeinschaftsverpflegung findest du übrigens in einem anderen Artikel.

Zutatenliste für Lebensmittel erstellen

Zutatenliste für Lebensmittel erstellen

Du bist leidenschaftlicher Lebensmittelproduzent, Gastronom oder Hobbykoch/ Hobbybäcker. Sofern du Lebensmittel verkaufen möchtest, wirst du auch über das Thema Zutatenliste für Lebensmittel stolpern. In diesem Artikel erläutere ich, ob du für deine Lebensmittel eine Zutatenliste angeben musst. Ich gehe auf die gesetzliche Grundlage ein und erkläre dir, welche Aspekte beim Erstellen einer Zutatenliste zu beachten sind. Außerdem gebe ich noch einige hilfreiche Tipps, wie du viel Zeit und Kosten sparen kannst, nicht nur beim Erstellen vom Zutatenverzeichnis sondern bei der kompletten Lebensmittelkennzeichnung und Nährwertberechnung.

Zutatenliste für Lebensmittel erstellen

Mit der Rezeptrechner Software kannst du schnell und einfach die Zutatenliste für deine Lebensmittel erstellen. Du gibst dazu einfach die Zutaten und Mengen gemäß Rezeptur ein. Das Programm generiert automatisch eine Zutatenliste in der richtigen Reihenfolge. Außerdem bekommt man Vorschläge zur Kennzeichnung der Allergene und Zusatzstoffe. Bei Bedarf kann die Berechnung vom Prozentsatz (QUID Angabe) für einzelne Zutaten berechnet werden. Darüber hinaus werden automatisch auch die Nährwerte berechnet. Du kannst für deine Lebensmittel dann vollständige Lebensmitteletiketten und/ oder eine Nährwerttabelle oder nur eine Zutatenliste als Text kopieren oder als Bilddatei oder PDF herunterladen und ausdrucken (siehe auch Etikett für Lebensmittelkennzeichnung). Leg sofort los – hier kannst du eine Jahreslizenz für den Rezeptrechner direkt online erwerben.

Zutatenliste für Lebensmittel erstellen

Mit der Rezeptrechner Software kannst du eine Zutatenliste für deine Lebensmittel und Rezepte generieren (in der richtigen Reihenfolge, mit QUID Angabe und Vorschlägen zur Kennzeichnung der Allergene und Zusatzstoffe).

Video: Zutatenliste gemäß LMIV – das solltest du wissen

In diesem Video erläutere ich dir die Anforderungen der Lebensmittelinformationsverordnung an die Zutatenliste. Dabei gehe ich auch auf zusammengesetzte Lebensmittel sowie sub-Zutatenlisten von Lebensmitteln genauer ein. Ich zeige dir zudem, wie du die Rezeptrechner Software nutzen kannst um Zeit und Kosten zu sparen beim Erstellen der Zutatenliste in der richtigen Reihenfolge. 

Was du als Lebensmittelproduzent und Gastronom wissen solltest

Hier gehe ich einmal auf die typischen Fragen ein, die du dir als Lebensmittelproduzent oder Gastronom sicherlich stellst (siehe auch Rezepte Software für Lebensmittelhersteller und Gastronomen).

Brauche ich eine Zutatenliste für meine Lebensmittel?

Laut der Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV) der EU müssen nahezu alle vorverpackten Lebensmittel mit einer Zutatenliste versehen werden. Es gibt allerdings einige Ausnahmen, zum Beispiel:

  • Getränke mit einem Alkoholgehalt von mehr als 1,2 Volumenprozent (Aber Achtung! Enthalten diese Getränke Süßstoffe oder Farbstoffe, müssen sie gekennzeichnet werden.)
  • Unverarbeitete Produkte, die nur eine Zutat oder eine Kategorie von Zutaten enthalten: Hierunter fallen z.B. Obst und Gemüse, solange sie nicht geschält, geschnitten oder auf ähnliche Weise bearbeitet wurden.
  • Wasser und kohlensäurehaltiges Wasser.

Für unverpackte Waren, die direkt an den Endverbraucher verkauft werden – wie der Apfelkuchen in deiner Bäckerei oder das Sandwich in deinem Café – ist die Zutatenliste nicht zwingend vorgeschrieben. Aber: Bei diesen Produkten ist es dennoch Pflicht, über enthaltene Allergene zu informieren. Das kann zum Beispiel mittels eines Schildes direkt am Produkt oder auf Nachfrage mündlich erfolgen.

Als Gastronom, der Speisen zum Mitnehmen anbietet, kannst du in einem Graubereich landen. Verkaufst du ein vorverpacktes Sandwich, muss es eine Zutatenliste enthalten. Ist das Sandwich jedoch frisch zubereitet und nach Bestellung in eine Box oder Tüte gelegt, fällt es unter die Regelung der unverpackten Waren. Wichtig ist hier erneut: Die Allergenkennzeichnung muss immer erfolgen!

Mehr zu den Vorschriften gemäß LMIV an die Zutatenliste findest du hier LMIV Zutatenliste Vorschriften.

Vorverpackte Lebensmittel und ihre Zutatenliste

Wenn du vorhast, vorverpackte Produkte zu verkaufen, ist die korrekte Kennzeichnung entscheidend. Die Zutatenliste ist hierbei ein zentraler Bestandteil der Produktkennzeichnung für deine Lebensmittel. Folgende Dinge solltest du beachten:

Aufbau und Inhalt der Zutatenliste:

  • Reihenfolge der Zutaten: Die Zutaten sind in der Reihenfolge ihres Gewichtsanteils zum Zeitpunkt der Verwendung in der Herstellung des Lebensmittels aufzulisten. Das bedeutet, dass die Zutat, von der am meisten im Produkt enthalten ist, an erster Stelle steht und die Zutat mit dem geringsten Anteil am Ende.
  • Allergene: Allergene müssen hervorgehoben werden, beispielsweise durch Unterstreichen, Fettdruck oder durch die Hervorhebung in einer anderen Schriftfarbe. Es gibt 14 Hauptallergene, die in der EU besonders gekennzeichnet werden müssen, dazu gehören z.B. Milch, Eier, Gluten und Nüsse.
  • Zusatzstoffe: Zusatzstoffe, wie Konservierungsstoffe, Farbstoffe oder Geschmacksverstärker, müssen mit ihrer spezifischen Funktion (z. B. “Konservierungsstoff”, “Antioxidationsmittel”) und ihrem Namen oder ihrer E-Nummer aufgeführt werden.
  • QUID Angabe: Die QUID-Kennzeichnung (Quantitative Ingredient Declaration) spielt eine zentrale Rolle in der Zutatenliste und betrifft die quantitative Angabe bestimmter Zutaten. Hierbei geht es darum, den Prozentsatz einer bestimmten Zutat in einem Lebensmittel anzugeben.

Platzierung der Zutatenliste:

  • Die Zutatenliste muss auf der Verpackung gut sichtbar, deutlich lesbar und dauerhaft angebracht sein.
  • Sie darf nicht durch andere Angaben oder Bilder überdeckt oder unterbrochen werden.
  • Die Zutatenliste sollte idealerweise nahe der Hauptbezeichnung des Produkts platziert werden, um eine einfache Zuordnung zu gewährleisten.
Lebensmittel vorverpackt - Zutatenliste

QUID auf der Zutatenliste vom Lebensmittel

Die QUID-Kennzeichnung (Quantitative Ingredient Declaration) spielt eine zentrale Rolle in der Zutatenliste und betrifft die quantitative Angabe bestimmter Zutaten. Hierbei geht es darum, den Prozentsatz einer bestimmten Zutat in einem Lebensmittel anzugeben. Diese Regelung soll sicherstellen, dass Verbraucher über den tatsächlichen Gehalt einer Zutat im Produkt informiert sind, insbesondere wenn diese Zutat besonders hervorgehoben wird oder für die Wahl des Produkts von besonderer Bedeutung ist.

Einige Kernpunkte zur QUID-Kennzeichnung:

  1. Wann ist QUID erforderlich?
    • Wenn eine Zutat im Namen des Produkts genannt wird (z.B. “Erdbeermarmelade”).
    • Wenn eine Zutat auf der Verpackung besonders hervorgehoben wird, beispielsweise durch ein Bild oder eine besondere Erwähnung.
    • Wenn der Verbraucher durch die Hervorhebung der Zutat eine falsche Vorstellung vom Mengenverhältnis bekommen könnte.
  2. Wie wird QUID angegeben?
    • Die Menge der betreffenden Zutat wird in Prozent im Verhältnis zum Gesamtgewicht des fertigen Produkts angegeben. Diese Angabe erfolgt entweder in der Zutatenliste direkt nach der jeweiligen Zutat oder in der Hauptbezeichnung des Produkts (z.B. “Erdbeermarmelade – 40% Erdbeeren”).
  3. Ausnahmen von der QUID-Kennzeichnung:
    • Es gibt verschiedene Ausnahmen, bei denen eine QUID-Kennzeichnung nicht erforderlich ist. Dazu gehören z.B. Zutaten, die in einer Menge von weniger als 2% enthalten sind, oder wenn es sich um eine Zutat handelt, deren Gehalt in einem festgelegten Bereich liegt.

Mehr zur QUID Kennzeichnung findest du in diesem Artikel.

Allergene und Zusatzstoffe auf der Zutatenliste vom Lebensmittel

Die korrekte Kennzeichnung von Allergenen und Zusatzstoffen auf der Zutatenliste ist entscheidend, da sie gesundheitliche Auswirkungen für den Verbraucher haben kann.

Allergenkennzeichnung:

  1. Wann ist die Kennzeichnung erforderlich?
    • Bei vorverpackten Lebensmitteln muss die Kennzeichnung der 14 Hauptallergene immer erfolgen, wenn sie als Zutat in einem Produkt enthalten sind.
  2. Welche Allergene müssen gekennzeichnet werden?
    • Die EU hat 14 Hauptallergene festgelegt, die auf Lebensmittelverpackungen gekennzeichnet werden müssen. Dazu gehören z.B. Gluten, Milch, Eier, Fisch, Erdnüsse, Sojabohnen, Schalenfrüchte und Sellerie.
  3. Wie erfolgt die Kennzeichnung?
    • In der Zutatenliste müssen diese Allergene hervorgehoben werden. Das kann z.B. durch eine Fettschrift, Unterstreichung oder einen anderen Stil erfolgen, der sie von den anderen Zutaten abhebt.

Mehr zur Allergenkennzeichnung für Lebensmittel erfährst du auch in diesem Artikel.

Zusatzstoffkennzeichnung:

  1. Wann ist die Kennzeichnung erforderlich?
    • Bei vorverpackten Lebensmitteln müssen alle Zusatzstoffe, die verwendet werden, in der Zutatenliste aufgeführt werden.
  2. Wie erfolgt die Kennzeichnung?
    • Zusatzstoffe werden in der Regel durch ihre spezifische Funktion gefolgt von ihrer spezifischen Bezeichnung oder E-Nummer angegeben. Zum Beispiel: “Konservierungsstoff: Kaliumsorbat” oder “Konservierungsstoff: E202”.
  3. Besondere Hinweise:
    • Einige Zusatzstoffe haben möglicherweise bestimmte Kennzeichnungsanforderungen, wie z.B. den Hinweis “Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen”, der bei bestimmten Farbstoffen erforderlich ist.

Als Lebensmittelproduzent oder Gastronom ist es deine Verantwortung, sicherzustellen, dass alle relevanten Allergene und Zusatzstoffe korrekt auf deinem Produkt gekennzeichnet sind. Dies nicht nur, um rechtlichen Anforderungen zu genügen, sondern auch um das Vertrauen und die Sicherheit deiner Kunden zu gewährleisten. Bei Unsicherheiten empfiehlt es sich immer, rechtlichen Rat oder eine Beratung durch eine Fachstelle einzuholen.

Mehr zur Zusatzstoffe Kennzeichnung findest du auch in diesem Artikel.

Praktische, komplexe Beispiele für eine Zutatenliste für Lebensmittel

In einigen Fällen kann das Erstellen der Zutatenliste für Lebensmittel nochmal etwas komplexer sein. Insbesondere für zusammengsetzte Lebensmittel und Mischungen (z.B. Sushi Boxen oder Pralinen Boxen oder Schokoladen Mischungen) gibt es einige Besonderheiten zu beachten. Einige dieser Beispiele habe ich hier noch etwas genauer beleuchtet:

Sofern du eine Frage zu einem komplexeren Beispiel hast, schreibe mir gerne eine E-mail an tina(at)rezeptrechner.de.

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